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Kurzbeschreibung

Eine wichtige Fragestellung auf dem Weg zum Fusionsreaktor ist die Güte der Wärmeisolation des Plasmas. Diese wird beeinträchtigt durch Vorgänge, die lokal für den Transport der Energie vom heißen Plasmazentrum zum kalten Plasmarand hin verantwortlich sind. Bisher beschränkten sich die Untersuchungen dieses Energietransports hauptsächlich auf die Elektronen. Das Thema dieser Arbeit war die Ionenenergie in Plasmen, in denen die Elektronen von Außen und die Ionen nur durch Stöße mit den heißeren Elektronen geheizt wurden. Der erste Schritt war es, die genauigkeit der Messung der Ionentemperatur zu erhöhen. Die Identifikation des Mechanismus, der die Ionenwärmeleitung zugrunde liegt, mußte auf zwei vershchiedene Arten durchgeführt werden: durch den direkten Vergleich der experimentellen Wärmeleitfähigkeit mit den theoretischen Vorgaben und durch Simulationsrechnungen, in denen untersucht wurde, welche Ionentemperatur sich einstellen würde, wenn bei gegebenen Plasmaparmetern die Ionenwärmeleitfähigkeit sich wie die theoretische Vorgabe verhalten würde. In den ohmschen Energiebereichen LOC und SOC bestätigte sich die Gültigkeit der neoklassischen Theorie. In IOC-Entladungen lagen jedoch die simulierten Temperaturen unter den experimentellen. Der neoklassische Mechanismus zeichnet für den Transport der Ionenenergie in ohmschen Entladungen ohne Sägezahnaktivität und in Lower Hybrid Plasmen verantwortlich. Es war auch möglich, für OH-Entladungen das Verhalten der Elektronen zu bestimmen.

Zusätzliche Angaben

Autoren: SIMMET E E, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching bei München (DE)
Bibliografische Referenz: Report: IPP 111/198 DE (1994) 178 pp.
Verfügbarkeit: Available from Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, 8046 Garching bei München (DE)
Datensatznummer: 199411509 / Zuletzt geändert am: 1994-12-06
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de