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Kurzbeschreibung

Bei der Stillegung von kerntechnischen Anlagen fallen große Mengen Stahl an, die aufgrund ihrer Tritiumkontamination nicht aus der radiologischen Überwachung entlassen werden können. Für diesen Typ von Stahlschrott war ein Recycling-Prozess durch Schmelzen, einschließlich einer Methode zur Echtzeitmessung des Tritiumgehaltes zu entwickeln. Während des Schmelzens wird das Tritium in die Abluft freigesetzt, wo es dann durch eine Bypass-Messung quantifiziert wurde. Grundsätzlich konnte gezeigt werden, daß tritiumkontaminierter Stahl durch Schmelzen erfolgreich dekontaminiert werden kann. Sowohl die Labortests als auch die großtechnischen Versuche in der CARLA-Halle haben gezeigt, daß die Aktivität bis zu 96% detektiert werden kann, wenn der Volumenstrom der Luft ausreichend ist. Der überwiegende Teil des Tritiums, d.h. mehr als 95%, wird durch das Schmelzen als HTO oder T(2)O freigesetzt. Desweiteren haben die Versuche gezeigt, daß die Hauptfreisetzung bereits bei Temperaturen unterhalb von 500 C stattfindet und die verbleibende Aktivität der Gußstücke und der Schlacke vernachlässigbar gering ist. Um das an der Luftfeuchtigkeit gebundene Tritium zurückhalten zu können, ist es erforderlich, die eingebrachte Luft zu trocknen.

Zusätzliche Angaben

Autoren: SAPPOK M ET AL, Siempelkamp Gießerei GmbH & Co (DE);SEIDLER M ET AL, NIS Ingenieurgesellschaft (DE)
Bibliografische Referenz: EUR 16009 DE (1995) 119pp., FS, ECU 13.5
Verfügbarkeit: Available from the (2)
ISBN: ISBN 92-827-5285-2
Datensatznummer: 199411659 / Zuletzt geändert am: 1995-03-21
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: en,de,de
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