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Kurzbeschreibung

Ein künftiger Kernfusionsreaktor mit magnetischem Plasmaeinfluß muß bei hoher Strahlungsleistung am Plasmarand und bei hoher Dichte betrieben werden. Eine hohe Strahlungsleistung ist erforderlich, um den Energiefluß auf die Prallplatten ertäglich zu halten. Die Forderung der hohen Dichte ergibt sich aus dem Zündkriterium. Aufgrund thermischer Instabilitäten am Plasmarand ist das Entstehen von poloidaler Asymmetrien der Dichte und der Temperatur bei Entladungen sehr wahrscheinlich.
Mit Hilfe eines kombinierten Sytems, das gleichzeitig Messungen des Thomsonstreulichts eines Nd:YAG - Lasers und der Infrarotkontinuumstrahlung gestattete, konnten erstmals Elektronendichte, Elektronentemperatur und die effektive Ionenladungszahl im MARFE gleichzeitig gemessen werden.
Die Untersuchungen zeigen, daß der Dichtebereich, in dem die Entladungen ein stabiles MARFE im X-Punkt hat, begrenzt ist. Wird die Dichte über diesen Grenzbereich erhöht, wird der MARFE instabil und bewegt sich aufwärts auf die Torusinnenseite. Diese Bewegung des MARFEs leitet eine Stromabrißinstabilität ein. Der Energiefluß auf die Prallplatten bei Entladungen mit MARFEs am X-Punkt hat einen niedrigen Spitzenwert. Ein Konzept für Entladungen mit stabilem MARFE im Bereich des X-Punkts kontrolliert durch Bremsstrahlmessungen wird vorgelegt.

Zusätzliche Angaben

Autoren: JUNKER W, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching bei München (DE)
Bibliografische Referenz: Report: IPP 1/291 DE (1995) 82pp.
Verfügbarkeit: Available from Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, 85748 Garching bei München (DE)
Datensatznummer: 199610086 / Zuletzt geändert am: 1996-02-16
Kategorie: publication
Originalsprache: de,en
Verfügbare Sprachen: de,en
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