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Kurzbeschreibung

Die Strahlenschutzpolitik der Union ist seit Bestehen der Europäischen Atomgemeinschaft unter Berücksichtigung schlüssiger wissenschaftlicher Erkenntnisse weiterentwickelt worden; dennoch haben der Kernunfall von Tschernobyl und seine Folgen Lücken im Strahlenschutzsystem der Union deutlich werden lassen, die weitere Gemeinschaftsregelungen zwingend notwendig werden ließen. Eine entscheidende Neuerung infolge des Unfalls von Tschernobyl war auch die Errichtung eines Systems für einen beschleunigten Informationsaustausch im Falle einer radiologischen Notstandssituation sowohl auf gemeinschaftlicher Ebene, als auch weltweit. In der Folge hat die Kommission ein ständiges System für Höchstwerte an Radioacktivität in Lebensmitteln für den Fall eines nuklearen Unfalls ausgearbeitet, um für zukünftige Notfälle gerüstet zu sein. Diese wurden daher durch eine Richtlinie ergänzt, die die vorherige Unterrichtung von Bevölkerungsgruppen die von einer radiologischen Notstandssituation betroffen sein könnten, die Unterrichtung der bei einer radiologischen Notstandssituation tatsächlich betroffenen Bevölkerung und der Einsatzkräfte für Notfälle, die nicht zum Personal einer kerntechnischen Anlage gehören oder Tätigkeiten in Verbindung mit radioaktiven Stoffen ausüben, vorschreibt. Begleitend hierzu sind verschiedene Initiativen zur Ausbildung und Information verschiedener Berufsgruppen, auch außerhalb der Union, ergriffen worden mit dem Ziel, die Effizienz des Strahlenschutzes in der Praxis nachhaltig zu fördern.

Zusätzliche Angaben

Autoren: ERISKAT H, CEC Luxembourg (LU);HEßLER M, CEC Luxembourg (LU)
Bibliografische Referenz: Article: Vorschriften der Europäischen Union auf dem Gebiet des Strahlenschutzes
Datensatznummer: 199610259 / Zuletzt geändert am: 1996-03-18
Kategorie: publication
Originalsprache: de,en
Verfügbare Sprachen: de,en
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