Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Kurzbeschreibung

Um den hohen Leistungsflüssen stand zu halten, die in den Tokamaks vorherrschen, müssen Divertorplatten so angeordnet werden, daß sie nur gering von der Parallele zum Magnetfeld abweichen. Deshalb müssen ebenfalls Sonden, die Plasmaparameter an diesen Oberflächen messen, planparallel zum Feld angeordnet sein. Diese Sonden weisen zqei Besonderheiten auf: Nicht-Sättigung des lonenastes und ein Elektronsättigungsstrom, der nicht durch existierende Modelle erklärt werden kann. Das Verstehen dieser Effekte ist ausschlaggebend für eine korrekte Interpretation der Langmuir Sonden. Zusätzlich kann ein Modell, welches erfolgreich die Strom-Spannung-Kennlinien einer Sonde erklären kann, auch zur Vorhersage anderer Eigenschaften der Plasmaoberflächeninteraktion benutzt werden.
Das vorgestellte Modell wird durch Werte von planparallel montierten Sonden und verschiedenen anderen Meßmethoden am ASDEX Upgrade Tokamak bestätigt. Die Meßdaten werden benutzt, um das Plasmaverhalten vor den Prallplatten in Situationen, wo ein starker zusätzlicher Gasstoß die neutrale Dichte in der Diverterregion erhöht, zu erklären. Planparallel montierte Sonden können sowohl als gewölbte Sonden benutzt werden, um Plasmaparameter vor Prallplatten zu bestimmen. Die planparallel montierten Sonden haben somit das Potential, als Standardmßmethode für fast jeden mechanischen Teil innerhalb eines Vakuumträgers angewandt zu werden.

Zusätzliche Angaben

Autoren: WEINLICH M, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik Garching bei München (DE)
Bibliografische Referenz: Report: IPP 5/64 DE (1995) 105pp.
Verfügbarkeit: Available from Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, 85748 Garching bei München (DE)
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben