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Kurzbeschreibung

Das q-Profil ist direkt mit dem Profil der toroidalen Stromdichte eines Tokamaks korreliert. Die Bestimmung des Stromprofils kann durch eine Magnetfeldmessung erfolgen. Für diese Messung eignen sich Pellets. Den theoretischen Modellen der Pellatablation, die kurz vorgestellt werden, entsprechend, wird das ablatierte Material der Pellets ionisiert und breitet sich entlang der Magnetfeldlinien aus. Diese zunächst wenige eV kalte Plasmawolke enthält einen kleinen Anteil neutraler Teilchen, die durch Stöße angeregt werden und Photonen emittieren. Dadurch wird die Kaltplasmawolke sichtbar. Für die zeitlich hochaufgelöste Beobachtung der Ablation wird eine Fast-Framing Kamera eingesetzt. Für die gewonnenen Daten wurde ein Softwarepaket entwickelt, das eine computergestütze Analyse der Aufnahmen erlaubt. Ferner erfolgt ein Vergleich der gemessenen Inklinationswinkeln mit den Ergebnissen der bisher zur Verfügung stehenden Methoden. Durch die Messungen wird bestätigt, daß eine eigenständige q-Profil Messung mittels Beobachtung der Pellatablation nicht möglich ist. Dies liegt darin begründet, daß es sich bei den Meßwerten um lokale Größen handelt, während der q-Faktor eine über die Flußfläche gemittelte Größe ist. So können die Fehler der q-Profilbestimmung um ca. 50% reduziert werden, wenn die Messungen der Fast-Framing Kamera berückt werden.

Zusätzliche Angaben

Autoren: MÜLLER H W, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching bei München (DE);MULLER H W, Max-Planck-Institut fur Plasmaphysik, Garching bei Munchen (DE)
Bibliografische Referenz: Report: IPP 1/303 DE (1996) 111pp.
Verfügbarkeit: Available from the Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, 85748 Garching bei München (DE)
Datensatznummer: 199611382 / Zuletzt geändert am: 1996-12-04
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de