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FP7

ERANID Ergebnis in Kürze

Projektreferenz: 321580
Gefördert unter: FP7-SSH
Land: Niederlande

Der lange Weg des Kampfes gegen illegale Drogen in Europa

Eine bessere interdisziplinäre und grenzüberschreitende Erforschung der Verteilung und des Konsums illegaler Drogen wird die Europäischen Gemeinschaften dabei unterstützen, dieses beunruhigende gesellschaftliche Problem in den Griff zu bekommen.
Der lange Weg des Kampfes gegen illegale Drogen in Europa
Illegale Drogen können das Leben von Menschen und ihrer Familien zerstören. Außerdem halten sie den Drogenhandel in Schwung und sie belasten die Gesundheitssysteme. Das EU-finanzierte Projekt ERANID (European Research Area Network on Illicit Drugs - Towards integrated European research in illicit drugs: Cause and nature of drug problems; interventions and policies) führt grenzüberschreitende Forschungsvorhaben durch, um diese Herausforderung zu meistern. Es konzentriert sich auf spezielle Themen wie Angebot und Nachfrage in Hinsicht auf illegale Drogen in Europa sowie die diesbezügliche Politikgestaltung.

Im Einzelnen führt das Projektteam Forschung in den Sozial- und Geisteswissenschaften durch, um unser Verständnis dafür zu erweitern, wie sich Drogenprobleme in der Gesellschaft entwickeln. Man betrachtet Konsum, Trends und Drogenmärkte, um bessere Strategien zu fördern, welche den gefährdeten Gruppen Unterstützung verschaffen, und widmet sich dabei der sozialen Verelendung, den Benachteiligungen im Gesundheitsbereich und den Auswirkungen auf Gemeinschaften. Die Projektarbeit umfasste gleichermaßen die Bewertung der Auswirkungen der Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens sowie die Messung der Wirksamkeit von Programmen und Maßnahmen zur Reduzierung des Angebots.

Dem wird besondere Bedeutung beigemessen, da eine kohärente langfristige Forschungsagenda zur Bekämpfung illegaler Drogen in Europa fehlt. Auch die Verfügbarkeit von unterstützenden Materialien für ganz Europa in anderen Sprachen als Englisch ist keineswegs ausreichend, ebenso wie der Zugang zu Forschungsergebnissen zu diesem Thema. In diesem Sinne bietet ERANID die willkommene Gelegenheit, diese Mängel zu beseitigen und eine gemeinsame Vision für Forschung und die Finanzierung von aus dieser gemeinsamen Vision erwachsenden Forschungsprojekten zu entwickeln.

Das Projekt hat daher 2015 einen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen organisiert und bereitet einen weiteren für 2016 vor, um ausgewählte Projekte zur Bewältigung des Problems mit den illegalen Drogen zu finanzieren. Es stellt überdies das aktuellste Wissen und die neuesten Publikationen über vergangene und laufende Forschungsprojekte für alle Interessengruppen zur Nutzung bereit.

Die Projektmitglieder haben bereits verschiedenen EU-Länder über aktuelle politische Dokumente und Programme in Hinsicht auf die Drogenforschung befragt. Man dokumentierte die Bemühungen in allen an dem Projekt beteiligten Ländern und verglich sie auf Ebene der Europäischen Kommission, wobei man die Resultate in einer Datenbank zusammenfasste, die über die Projektwebsite zugänglich ist.

ERANID wird durch verstärkte Zusammenarbeit zwischen Politik und Forschungsgremien bessere Forschungskapazitäten zur Folge haben, um sich mit dem Problem der illegalen Drogen zu befassen. Weniger Fragmentierung, bessere Forschungsplanung, effizientere Ressourcennutzung und Zugriff auf neueste Erkenntnisse werden die Entwicklung geeigneter und wirksamer drogenpolitischer Maßnahmen unterstützen. Gesündere und drogenfreie Gesellschaften innerhalb der EU sind das Wunschziel dieses Wandels.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

illegale Drogen, grenzüberschreitende Forschung, Drogenhandel, Rauschgifthandel, Gesundheitswesen, Gesundheitsversorgung, Drogenprobleme
Datensatznummer: 175086 / Zuletzt geändert am: 2016-02-04
Bereich: Biologie, Medizin