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FP7

POSINAM Ergebnis in Kürze

Project ID: 230635
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Frankreich

Moderne Wege zur Erforschung von Porenräumen

Ein EU-finanziertes Forschungs- und Entwicklungsteam hat neue Wege entdeckt, um die 3D-Struktur poröser Materialien abzubilden und rasant einzigartige Lösungen bereitzustellen, die spezifischen Anforderungen gerecht werden.
Moderne Wege zur Erforschung von Porenräumen
Das Testen von Materialien zur Sicherstellung von Qualität und Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil beim Bau und bei der Instandhaltung von Untergrundstrukturen für die Abfallentsorgung, die Schadstoffmigration und die Ölmigration. In jedem dieser Fälle ist es erforderlich, die Porosität einer Vielzahl von Materialien ausreichend detailliert zu beschreiben, um den Flüssigkeitstransport zu modellieren.

Anhand der engen Zusammenarbeit von Geologen und Bauingenieuren wurden im Rahmen des EU-finanzierten Projekts POSINAM (Pore space investigation in natural and artificial materials) die Möglichkeiten geschaffen, die erforderlich sind, um ein breites Spektrum poröser Materialien realistisch zu modellieren. Zu den getesteten geologischen Proben zählen Granit- und Tongesteine sowie Zemente.

Zur Beschreibung der heterogenen Porosität dieser Materialien wurde ein Imprägnierungsverfahren mit C14-polymethylmethacrylate (PMMA) angewandt. Sie Sättigung des in den 1990er Jahren entwickelten Kunststoffs C14-PMMA beinhaltet eine in-situ-Polymerisation des radioaktiv markierten Harzes durch Irradiation oder thermische Polymerisation, ein Zuschneiden und ein Autoradiogramm der Schnittfläche.

Der PMMA-Kunststoff weist eine sehr geringe Viskosität und einen geringen Fußabdruck auf: dieser kann somit selbst kleinste Poren durchdringen. Die nachfolgende numerische Analyse der Autoradiogramms ermöglichte den POSINAM-Partnern detaillierte Abbildungen des Porenraums an der Schnittebene geologischer Proben zu erstellen.

Die PMMA-Autoradiogramme wurden gegen Bilder eines Lichtmikroskops und eines Rasterelektronenmikroskops sowie einer Röntgentomographie validiert. Eine petrographische Analyse ermöglichte zusätzlich eine Beschreibung derer Textur und deren mineralischen Gehalts und vervollständigte somit die Porositätsabbildungen.

Der Austausch von Know-how und Fachwissen zwischen den industriellen und akademischen Partnern war ein integraler Bestandteil des POSINAM-Projekts. Die Testplattform, die gemeinsam an der Universität Poitiers in Frankreich gebaut worden ist, soll der Materialindustrie wertvolle Dienste leisten, da diese auf 3D-Modelle der hergestellten Produkte angewiesen ist.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Poröse Materialien, Untergrundstrukturen, Abfallentsorgung, Modell, Granit, thermische Polymerisation
Datensatznummer: 175146 / Zuletzt geändert am: 2016-02-16
Bereich: Industrielle Technologien