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Meeresschnecken und die gestohlene Energie

Forscher haben untersucht, wie Meeresschnecken die Funktion von Chloroplasten unter ihrer Haut aufrechterhalten, die sie aus Algen gestohlen haben.
Meeresschnecken und die gestohlene Energie
Meeresschnecken der Gattung Elysia verdauen teilweise Algen und nutzen die noch funktionierenden Chloroplasten der Algen, um für sich selbst durch Photosynthese Energie zu erzeugen (Kleptoplastid). Die Wissenschaft weiß noch nicht, wie die Nacktschnecken die Funktion der aufgenommenen Chloroplaste behalten, ohne, dass sie durch die überschüssige Energie aus dem Licht geschädigt werden.

Die EU-finanzierte Forschungsinitiative PHOTOSYMBIOXIS (Physiological and behavioural photoprotective processes against oxidative stress in marine photosynthetic symbioses) befasste sich mit der Frage, wie die Meeresschnecke Elysia viridis und die Chloroplasten interagieren.

Die von Chloroplasten produzierte überschüssige Energie "leckt" häufig als reaktive oxidative Chemikalien, was zur Beschädigung der Chloroplasten und der umliegenden Zellmaschinerie führt. Die Forscher konzentrierten sich darauf, wie der Körper und das Verhalten der Meeresschnecke helfen, um sie vor diesen Chemikalien zu schützen.

PHOTOSYMBIOXIS identifizierte einige der mikrobiologischen Mechanismen, die Elysia-Nacktschnecken verwenden, um sich selbst zu schützen und die Lebensdauer ihrer kooptierten Chloroplaste zu verlängern. Diese neue Forschungsarbeit wurde in vier Fachartikeln, Präsentationen auf Workshops und in Fachzeitschriften sowie durch internationale Forschungsaustausche verbreitet.

Mithilfe dieser Informationen können Forscher besser verstehen, wie Organismen sich gegen oxidativen Stress schützen.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Life Sciences

Schlüsselwörter

Meeresschnecke, Chloroplasten, Algen, Photosynthese, Kleptoplastid, oxidativer Stress
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