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FP7

CREAM Ergebnis in Kürze

Projektreferenz: 238148
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Deutschland

Verbesserte Risikobewertung für Umweltchemikalien

Pestizide in der Umwelt bergen Risiken für die menschliche Gesundheit und auch für Ökosysteme und -leistungen. Schwieriger einzuschätzen und zu quantifizieren sind diese Risiken allerdings bei ökonomischen Aspekten im Zusammenhang mit Pflanzenschutz und Lebensmittelproduktion.
Verbesserte Risikobewertung für Umweltchemikalien
Aktuelle Risikobewertungssysteme können viel dazu beitragen, die Pestizidbelastung in der Umwelt zu verringern. Jedoch besteht noch immer das Risiko, dass man sich der Gefährdung von Artenvielfalt und Ökosystemleistungen durch veränderte Landnutzung und Klimawandel nicht hinreichend bewusst ist. Das Projekt CREAM (Mechanistic effect models for the ecological risk assessment of chemicals) entwickelte daher einen neuen transparenten und umfassenden Ansatz zur Entwicklung ökologischer Modelle (TRACE, transparent and comprehensive ecological model evaluation).

Schwerpunkt des TRACE-Konzepts ist die systematische Dokumentation der Gestaltung, Entwicklung und Erprobung eines Modells in Form von Berechnungen bzw. Computerprogrammen. Inbegriffen sind dabei auch die Analyse und Auswertung des Modells, um auf dieser Basis individuelle Aspekte der Populationsdynamik und Auswirkung von Schadstoffen zu klären. Modelle wie diese können viel dazu beitragen, Expositionsrisiken und Effekte auf individueller Ebene sowie Gefahren durch Chemikalien auf Populationsebene darzustellen.

Die Projektpartner fanden heraus, dass mechanistische Effektmodelle optimale Risikoanalysen im Hinblick auf ökologische Aspekte ermöglichen, da sie Aufschluss über die Interaktion zwischen Chemikalien und Ökosystemen geben. So wurden Modelle entwickelt, anhand derer konkrete regulatorische Vorgaben im Umgang mit gefährlichen Chemikalien und insbesondere Pestiziden gemacht werden können. Hierzu wurden Leitlinien für eine gute Modellierungspraxis (GoMP) erstellt.

Mit den TRACE-Modellen schuf CREAM die Basis für GoMP bei mechanistischen Effektmodellen, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) angenommen wurden, und erstellte Beispielmodelle anhand von Fallstudien. Außerdem eignen sich viele dieser Modelle für den Vergleich verschiedener Einsatzszenarien von Chemikalien und deren Alternativen, die die jeweilige Substanz ersetzen sollen.

CREAM machte enorme Fortschritte bei der Entwicklung von Modellen, die nicht nur robust und prädiktiv sind, sondern auch Behörden und Industrie wertvolle Entscheidungshilfen liefern.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Risikobewertung, Chemikalien, Pestizide, Ökosysteme, mechanistische Effektmodelle, ökologische Modelle, gute Modellierungspraxis
Datensatznummer: 180935 / Zuletzt geändert am: 2016-03-30
Bereich: Umwelt