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FP7

PhenoGenYeast Ergebnis in Kürze

Projektreferenz: 327635
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Belgien

Nektarhefen besser verstehen

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat Schritte unternommen, um Hefen besser zu verstehen, die in Nektar leben und wie diese die Pflanze-Bestäuber-Interaktionen beeinflussen können.
Nektarhefen besser verstehen
Forscher haben angefangen, zu verstehen, dass bestimmte Hefearten den Nektar, in dem diese heranwachsen, ändern und somit mehr Einfluss auf die Bestäubung haben, als bislang angenommen worden ist. Es ist allerdings nicht eindeutig geklärt, wie dies zustande kommt und wie sich dies auf die Pflanzen und Bestäuber auswirkt.

Im Rahmen der EU-finanzierten Initiative PHENOGENYEAST (Exploring the phenotypic landscape of nectar yeasts in relation to their genetic background) wurde diese Thematik über eine Untersuchung der Genetik und Diversität von Nektarhefe aufgegriffen und mit Umweltbedingungen in einen Zusammenhang gesetzt.

Um dies zu erreichen, sammelten die Projektforscher zunächst mehr als 1000 Nektarproben in Spanien. Diese beinhalteten zwei der gängigsten Nektarhefen: Metschnikowia gruessii und M. reukaufii. Gleichzeitig wurden Umweltdaten zu jeder Probe gesammelt und daraufhin für weiterführende Untersuchungen verschiedene Hefen im Labor gezüchtet.

Im Rahmen von PHENOGENYEAST wurde festgestellt, dass diese beiden Arten nicht um Ressourcen konkurrieren, da diese vorzugsweise verschiedene Zucker als Energiequellen verwenden. Dies bedeutet, dass diese in einer einzigen Umgebung Ressourcen gemeinsam nutzen können und erklärt, warum diese gemeinhin gemeinsam heranwachsen.

Beide Hefen zeigten zudem artintern eine große genetische und physische Variation. Die Forscher hatten dies erwartet, da dies erklärt, warum die gleichen Arten im Nektar einer solch großen Anzahl an Pflanzenarten heranwachsen können.

Letztlich zeigte diese Untersuchung, dass Variationen innerhalb einer Art mehr von Umweltunterschieden als von der geographischen Entfernung beeinflusst sind.

PHENOGENYEAST beleuchtete die Genetik von Nektarhefen, ein bislang nur unzureichend erforschtes Gebiet. Dieses neue Wissen wird Pollinationsbiologen und Evolutionsökologen dabei behilflich sein, Pflanze-Bestäuber-Interaktionen besser zu verstehen.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Nektarhefen, Pflanze-Bestäuber-Interaktionen, genetischer Hintergrund, Metschnikowia
Datensatznummer: 180959 / Zuletzt geändert am: 2016-04-05
Bereich: Umwelt