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FP7

MED Ergebnis in Kürze

Project ID: 328480
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Vereinigtes Königreich

Die Dynamik des Unternehmertums

Mit der Erforschung des Potenzials zur Identifikation ökonomischer und sozialer Faktoren, die mit der Gründung und dem Überleben neuer Firmen zu tun haben, kann das Unternehmertum in der EU gefördert werden.
Die Dynamik des Unternehmertums
Unternehmergeist hat entscheidende Bedeutung für gesteigertes Wirtschaftswachstum, steigende Produktivität, zunehmendes Bestereben um Innovation und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Er eröffnet Karrierechancen mit Möglichkeiten für Aufstiegsmobilität, die auch Einwanderer einbezieht. In der EU haben sich jedoch das Unternehmertum unterstützende Strategien im Vergleich zu anderen Industrieländern als weniger erfolgreich erwiesen.

MED (Micro-foundations of entrepreneurial dynamics) war ein EU-finanziertes Projekt, das sich auf Faktoren konzentrierte, welche die unternehmerische Erfahrungen beeinflussen. Dazu zählen Ziele, Unternehmensstrategien und Umweltfaktoren einschließlich Strategien, Institutionen und sozialer Kontext. Die Arbeit basierte auf dem in den 1990er Jahren in den Vereinigten Staaten entwickelten Protokoll der Panel Study of Entrepreneurial Dynamics (PSED) und hatte vergleichbare Panelstudien im Vereinigten Königreich und anderen europäischen Ländern im Fokus. Dabei ging es um Komplikationen im Zusammenhang mit der Entwicklung dieser Längsschnittuntersuchungen, die teuer sind und den Einsatz eines Forscherteams erfordern.

Herausforderungen dieser Art lassen auf die Komplexität schließen. Da die Beteiligung an Unternehmensgründungen gering ist, war nur etwa einer von 20 Erwachsenen Teil der repräsentativen Stichprobe. Überdies ist eine Unternehmensgründung ein vielschichtiges und komplexes Unterfangen, das einen langwierigen Interviewprozess nach sich zieht. Auch in Bezug auf die finanzielle Situation von Start-ups kann es etliche Jahre dauern, bis diese sich stabilisiert hat.

Man entwickelte einen detailreichen Interviewfragebogen sowie eine zur Umsetzung in der EU als eine Untersuchung über angehende Unternehmer geeignete Methodik. Es waren insgesamt fünf nationale Teams mit Interesse an der Umsetzung synchronisierter Projekte in Finnland, Lettland, Spanien, der Schweiz und im Vereinigten Königreich beteiligt. Im Folgenden nahmen die fünf nationalen Teams an einer offenen Diskussion zur Schaffung eines synchronisierten Forschungsdesigns teil. Alle fünf nationalen Projekte begannen mit der Vorauswahl zur Ermittlung angehender Unternehmer und zur Beendigung der ausführlichen Interviews. Auch ein Follow-up-Interview wurde konzipiert und realisiert.

Die Resultate der Pilotstudie im Vereinigten Königreich weisen unmittelbare politische Relevanz auf. Sie zeigen, dass Frauen wenigerund Minderheiten mehr in unternehmerische Initiativen involviert sind. Nur 85 % der Existenzgründer wurden im Vereinigten Königreich geboren. Knapp über die Hälfte hatten einen Hochschulabschluss oder eine postuniversitären Ausbildungabschluss, und mehr als die Hälfte was es der das erste Start-up-Unternehmen, obgleich sie durchschnittlich 25 Jahre Berufserfahrung hatten. Die Hälfte derjenigen, die an dem Prozess beteiligt waren, wussten nichts über Programme, die Start-ups unterstützen. Gründe für den Rückzug sind vielfältig und können persönliche Probleme, Probleme bei der Gewinnung von Kunden, Komplikationen bei Organisationsabläufen sowie mangelnde finanzielle Unterstützung sein. Diese Arbeit wird eine Hilfestellung bei der Schaffung wesentlicher Möglichkeiten für die Wissenschaftler zur Erforschung der Unternehmensgründung in verschiedenen Kontexten sein.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Unternehmertum, Wirtschaftswachstum, ökonomisches Wachstum, Sektorproduktivität, unternehmerische Dynamik, Unternehmensgründung
Datensatznummer: 180978 / Zuletzt geändert am: 2016-04-06
Bereich: Industrielle Technologien