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Neuer Assay für Hepcidin

Forscher haben einen nanopartikelbasierten Assay für Hepcidin geschaffen, ein Peptid in Blut und Urin, mit dem eisenbedingte Erkrankungen diagnostiziert werden können.
Neuer Assay für Hepcidin
Hepcidin ist ein kurzes Protein, das die Eisenmenge im Menschen reguliert, und spielt eine wichtige Rolle bei Blutarmut, Herzkreislauf- und Nierenerkrankungen. Es kann in Blut und Urin nachgewiesen werden, aber herkömmliche Tests sind nicht empfindlich genug für die Diagnose.

Um einen empfindlicheren Test für Hepcidin zu schaffen, verwendete das EU-finanzierte Konsortium PINP (Synthesis of peptide imprinted nanoparticles and their integration to ELISA-like assay for the quantification of hepcidin) die sogenannte Molecular Imprinting-Technologie (MIP), um einen synthetischen Rezeptor Hepcidin zu schaffen.

Die Forscher wählten zwei wichtige Regionen des Hepcidin-Peptids als Vorlage aus, um diesen synthetischen Rezeptor zu schaffen. Im ersten Teil des Projekts synthetisierten sie diese beiden Regionen.

Als nächstes verwendeten sie diese Vorlage, um einen MIP-Nanopartikel mit einem komplementären Hohlraum zu schaffen, der einen Hepcidin-Rezeptor nachahmt, ähnlich wie ein Schloss-Schlüssel-System.

PINP testete dann die MIP-Nanopartikel auf ihre Spezifität für Hepcidin hin und prüften die strukturelle Integrität, bevor sie um diese Moleküle einen Assay erzeugten. Mit dem Test konnte Hepcidin erfolgreich identifiziert werden, allerdings nur für einen sehr kleinen Bereich von Konzentrationen.

Der Hepcidin-Assay von PINP steht nun bereit für die weitere Entwicklung zu einem kommerziellen Assay. Nach Fertigstellung wird der Test für den Kampf gegen eisenbedingte Erkrankungen äußerst wertvoll sein.

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Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Assay, Hepcidin, eisenbedingte Erkrankungen, Molecular Imprinting-Technologie, synthetischer Rezeptor
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