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FP7

INFLAME Ergebnis in Kürze

Projektreferenz: 264600
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Vereinigtes Königreich

Mehr Erkenntnisse über Gesundheitsgefahren von Produktchemikalien

Wissenschaftler konnten Fortschritte im Wissen darüber verzeichnen, worin die Gefahren bestehen, wenn Menschen flammhemmenden Chemikalien (flame retardant, FR) ausgesetzt sind, die in Haushaltsprodukten zu finden sind.
Mehr Erkenntnisse über Gesundheitsgefahren von Produktchemikalien
Flammhemmende Chemikalien sind in alltäglichen Konsumgütern (wie z. B. Elektronik und Möbeln) und Baumaterialien (z. B. Gebäudedämmung) enthalten, um die Brandgefahr zu reduzieren. Da die flammhemmenden Chemikalien aus den Produkten in die jeweiligen Umgebungen austreten können, ist es überaus wichtig, die gesundheitlichen Gefahren der Exposition des Menschen und deren Wahrscheinlichkeit zu verstehen.

Hierin lag das Ziel des EU-finanzierten Projekts INFLAME (Indoor contamination with flame retardant chemicals: Causes and impacts). Darüber hinaus konzentrierte sich INFLAME auf das Anschieben eines Schulungsprogramms, aus dem eine Kohorte von 14 hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlern hervorging.

Die Wissenschaftler entwickelten neue analytische Verfahren, um zu messen, wie stark flammhemmende Mittel aus Kinderspielzeug, Möbeln und Elektronik in die Umgebungsluft und in den Staub austreten. Sie entwickelten Modelle, welche die Bewegungen der flammhemmenden Mittel in Innenräumen vorhersagen, und konnten bestätigen, dass Belüftung die Chemikalien ins Freie und in die Nahrungskette bringen könnte.

Unter den wissenschaftlichen Leistungen von INFLAME fand sich die Entdeckung, dass das höchste Übertragungsrisiko durch Staub besteht, wie er sich etwa auf einem Fernseher ansammelt. Das Projekt zeigte überdies, dass das Kontaminationsrisiko mit der Exposition zunimmt, und dass die Entnahme von Haarproben das sicherste Testverfahren darstellten.

Resultate dieser Art können den politischen Entscheidungsträgern bei der Erstellung sichererer Ansätze zur Einhaltung von Brandschutzbestimmungen und zur Bewertung der Risiken von heute üblichen und neu entwickelten Chemikalien von Nutzen sein. Überdies profitiert die Industrie von INFLAME, da ein besserer Einblick in die Kontamination mit flammhemmenden Stoffen gegeben wird, der ein besseres Produktdesign im Sinne einer minimalen Übertragung auf den Menschen erleichtern wird.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Gesundheit, Humanexposition, Belastung des Menschen, Flammschutzmittel, Chemikalien, chemische Stoffe, Kontamination, Verschmutzung, Verseuchung
Datensatznummer: 181087 / Zuletzt geändert am: 2016-04-21
Bereich: Industrielle Technologien