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FP7

MYANMAR-FISH Ergebnis in Kürze

Project ID: 329776
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Vereinigtes Königreich

Süßwasserfische aus Myanmar

Ein EU-Team untersuchte die Entwicklung und Genetik von drei Gruppen von Süßwasserfische aus Myanmar. Arbeiten zeigten, dass die Schlangenkopffische vielfältiger zu sein scheinen als bisher angenommen, sie führten in die Beziehung zwischen Chaudhuris ein und datierten Bevölkerungstrennungen.
Süßwasserfische aus Myanmar
Myanmar, das ehemalige Birma, liegt an der asiatische Küste des Indischen Ozeans. Der Standort überspannt zwei der größten Flusssysteme der Welt. Dadurch ist Myanmar ideal für die Untersuchung von wirtschaftlich wichtigen Süßwasserfischarten.

Das EU-finanzierte Projekt MYANMAR-FISH (Myanmar freshwater biogeography; understanding a zoogeographical transition zone) untersuchte die genetische Vielfalt und Evolutionsgeschichte von drei Süßwasserfischgruppen. Die Liste umfasste Vielstachler, Chaudhuris und Schlangenkopffische. Alle diese Arten sind wirtschaftlich wichtig, doch aus genetischen und evolutionären Gesichtspunkten sind sie noch relativ unbekannt. Anhand von Museumsexemplaren und kürzlich gesammelten Individuen, verglichen Forscher die Anatomie und DNA.

Die Forscher identifizierten subtile morphologische Unterschiede bei Schlangenkopfschuppen und Wirbel sowie große genetische Unterschiede. Solche Ergebnisse zeigen, dass die Gruppe vielfältiger ist als bisher angenommen. Das Team entdeckte effektiv fünf neue Arten, zusätzlich zu den drei bereits bekannten.

Zum ersten Mal wurde die Evolutionsgeschichte der Chaudhuris in einem Projekt erarbeitet. Die Ergebnisse illustrierten die Beziehungen zwischen den Arten und enthüllten dabei auch eine neue Gattung.

Die Ergebnisse der Studie decken auch die biogeographische Geschichte der Region in einer Weise auf, die aus fossilen oder geologischen Belegen nicht hervorging. Genetische Informationen datieren die Trennungen von bestimmten Populationsgruppen und liefern Hinweise über die Abschottung alter Flusssysteme. Die Arbeit illustrierte gemeinsame Muster der Artenbildung. Solche Informationen offenbaren die Sequenz der Trennungen in bestimmten Flüssen, wodurch sich die Auswirkungen des Himalaya-Anstiegs vor rund 50 Millionen Jahren rekonstruieren lassen.

Die Projektarbeit von MYANMAR-FISH ist für die das Naturschutzmanagement und potenziell für die Fischzucht wichtig. Zu wissen, was eine Art darstellt und wo Arten leben, hilft, den Maßstab für wirksame Schutzmaßnahmen festzulegen.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Myanmar, Süßwasser, MYANMAR-FISH, Fisch, Genetik, Evolution
Datensatznummer: 182795 / Zuletzt geändert am: 2016-05-25
Bereich: Umwelt
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