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FP7

BuPESA Ergebnis in Kürze

Project ID: 329258
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Vereinigtes Königreich

Neue Bewertungsmethoden für nachhaltige Gebäude

Nachhaltige Architektur ist von zentraler Bedeutung für unser Zusammenleben mit der Natur und in unseren Gemeinden. Oft stellen sich Gebäude aber als weniger nachhaltig heraus, als sie anfänglich geplant waren, weil die Bewohner die Systeme und deren Wartung nicht richtig verstehen.
Neue Bewertungsmethoden für nachhaltige Gebäude
Das EU-geförderte Projekt BUPESA (Building Performance Evaluation for Sustainable Architecture) entwickelte neue Methoden, um die ursprünglichen Zielvorgaben aus der Planung für Sanierung und Entwicklung mit den tatsächlichen Ergebnissen bei Konstruktion und Nutzung zu vergleichen. Insbesondere ging es darum, die Nutzbarkeit der Gebäude in Bezug auf Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Akustik und interne Geräte mit Blick auf Wohlbefinden und Verhalten der Bewohner zu beurteilen. Auf dieser Grundlage wurden unter Berücksichtigung all dieser Überlegungen Empfehlungen für zukünftiges Design artikuliert.

Hierfür evaluierte das Projekt zwei Projekte für nachhaltiges Wohnen in Leeds, Großbritannien. Das erste davon heißt LILAC, das erste Projekt für ökologisches und erschwingliches Co-Wohnen des Landes, und das zweite Saxton, eine preisgekrönte Sanierungsmaßnahme von Sozialwohnungen. Die Auswertung ergab eine Notwendigkeit für eine sorgfältigere Gestaltung der mechanischen Lüftungsanlagen und Wärmebrücken. Es fanden sich auch Hinweise auf eine Überhitzung der Wohnungen im Sommer, was Unterschiede im saisonalen Wärmebedarf zwischen den oberen und unteren Etagen unterstreicht.

In diesem Zusammenhang entwickelte das Projektteam ein soziales Lernwerkzeug, das Gemeinden ermöglicht, den Energie- und Wasserverbrauch zu senken, indem der Verbrauch innerhalb des Komplexes untereinander verglichen wird. Die Bewertung dieser beiden Projekte machte einen Mangel an Verständnis der Umweltsteuerung sowie eine Notwendigkeit für individuellere Schulungen zu den Systemen deutlich. Hier könnten geschlossene Gruppen in sozialen Medien wie etwa Facebook helfen, in denen die Nutzer ihr Verständnis ihrer Wohnung erweitern und gemeinsam Lösungen entwickeln könnten.

Darüber hinaus entwickelte BUPESA ein Usability-Tool, um die Wirksamkeit der einzelnen Steuerschnittstelle oder "Berührungspunkte", über die die Menschen in direkten Kontakt mit ihrer Wohnung kommen, zu beurteilen. Assessments in diesem Bereich ergaben große Unterschiede bei den Fähigkeiten zur Nutzung von Steuerungen, die Notwendigkeit, Design und Installation von wichtigen Steuerungssystemen zu vereinfachen sowie eine Notwendigkeit für bessere Anleitungen für Wartung und Schulung.

Insgesamt unterstützen die Lösungen des Projekts die Nutzer bei der Überwachung und Verbesserung der Leistung sowie die Industrie bei der Sanierung, Weiterentwicklung, Wartung und Beschaffung. Außerdem helfen sie den Bewohnern, den Energie- und Wasserverbrauch in ihrer Wohnung besser zu steuern, und fördern so deren Wohlbefinden, Komfort und Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Die Ergebnisse des Projekts wurden weit verbreitet, um die entsprechende Politik in der EU und insbesondere im Vereinigten Königreich zu informieren. Sie sollen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilorganisationen bei der Entwicklung und Regulierung von Architektur und Wohnungsbauprodukten unterstützen.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Nachhaltige Architektur, BUPESPA, Bauleistung, Überhitzung, Umweltkontrollen
Datensatznummer: 182883 / Zuletzt geändert am: 2016-06-07
Bereich: Industrielle Technologien
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