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Die vielen Bedeutungen von "vielversprechend"

Eine EU-Studie untersuchte die historische Verbreitung und die Auswirkungen eines zentralen buddhistischen Textes aus Thailand. Zu den Ergebnissen zählen unter anderem die Schaffung einer romarisierten-pali Ausgabe in digitaler Form, die als Grundlage für zukünftige Vergleiche mit umgangssprachlichen Ausgaben in asiatischen Sprachen dienen soll.
Die vielen Bedeutungen von "vielversprechend"
Im Jahre 1524 schrieb ein thailändischer Mönch mit dem Namen Sirimangala eine kanonische buddhistische Lehre, die 38 leicht unterschiedliche Bedeutungen des Begriffs "vielversprechend" reflektiert. Dieser grundlegende Text mit der Bezeichnung Mangalatthadipani (Mg-d), der in Pali geschrieben wurde, wurde von der wesentlichen Wissenschaft trotz seines großen Einflusses in Südostasien vernachlässigt.

Das EU-geförderte Projekt MGD ("The commentary on auspicious things". A Pali text from northern Thailand) veröffentlichte den Text mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes. Für die Studie wurden Philologie (die Geschichte und Entwicklung von Sprachen) sowie Geschichte und Anthropologie herangezogen.

In mehreren Exkursionen etablierten die Forscher die geographische Verbreitung der Schrift auf dem asiatischen Festland und auf Sri Lanka. Die Verbreitung war größer war als bisher angenommen: das Verbreitungsgebiet umfasste nicht nur Kambodscha, Laos und Thailand, sondern auch Myanmar. Mithilfe umgangssprachlicher Versionen aus Südostasien aus der Zeit zwischen dem 17. und dem 20. Jahrhundert untersuchten die Projektwissenschaftler auch die Art der Verbreitung und die Veränderung des Texts.

Das Team transkribierte das thailändische Skript in einer Arbeitsausgabe von etwa 400 Seiten in Datenbank-durchsuchbare lateinische Buchstaben. Die neue Version stellt eine Referenz für die zukünftige kritische Edition inklusive Khmer- und burmesischer Version dar.

Die Forscher verglichen Passagen aus der Arbeitsausgabe mit vorhandenen digitalen Versionen des Pali-Kanons. Die Arbeit ermöglichte das Hinzufügen von Verweisen auf kanonische und nachkanonische Dokumente in Form von Fußnoten. So war es möglich, den Stand des Theravada-Buddhismus in Thailand während des 16. Jahrhunderts zu bestimmen.

Andere Aspekte der Forschung untersuchten die religiösen, historischen und sozialen Kontexte der Arbeit von Sirimangala. Die Arbeit ergab eine neue Bibliographie von relevanten Quellen, vor allem in thailändischer Sprache, darunter einige speziell über den Autor.

Das Projekt MGD sorgte für eine neue Wertschätzung für einen seit langem bedeutsamen buddhistischen Text und lieferte den historischen Kontext. Die digitale Arbeitsausgabe erleichtert weiter Forschungen.

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Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

vielversprechend, Buddhist, Thailand, Pali, Sirimangala, Mangalatthadipani  
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