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FP7

ITEM-E-CONTEXT Ergebnis in Kürze

Project ID: 623240
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Dänemark

Textiltechnik und Migrationsgeschichte

Ein EU-Team untersuchte Artefakte der Textilherstellung, um kulturelle Bewegungen um das Mittelmeer in der Antike zu verfolgen. Textilwerkzeuge deckten mögliche Migrationen in Syrien und Zypern auf und das Team identifizierte eine bisher unbekannte Werkstatt.
Textiltechnik und Migrationsgeschichte
Die Spätbronzezeit (1550 - 1250 BCE) im östlichen Mittelmeer war eine Zeit des gedeihenden Handels und der Migration. Heute ist es archäologisch schwierig, Bewegungen einzelner Völker zu verfolgen, weshalb eine solche Studie unverwechselbare Artefakte als kulturelle Marker nutzt.

Das EU-geförderte Projekt ITEM-E-CONTEXT (Identities and Transformation in the Eastern Mediterranean: Evolution and Continuity of Textile Tools in the Late Bronze Age (LBA) and Early Iron Age (EIA); 13th - 10th c. B.C.E) untersuchte Textilwerkzeuge als kulturelle Marker. Die Forschung untersuchte Spinnwerkzeuge aus Elfenbein, Stein und Terrakotta und die damit verbundenen Veränderungen in der Spinntechnologie als Indikatoren für kulturelle Bewegung.

Zuerst wurden die Forschergeschult, unter anderem in der Ermittlung der Gewichte von Webstühlen. Dann teilten sie ihr Know-how über Leinen und die damit verbundenen Faserindustrie mit Kollegen. Dieser Austausch führte zu mehreren kollaborativen Publikationen.

Die Teammitglieder sammelten auch Daten von Textilproben aus verschiedenen Museen und aus nicht veröffentlichten Hinweisen zu Ausgrabungen in Zypern. Das Projekt lieferte Gewicht und andere Daten für Elfenbein- und Knochenschäfte sowie Gewichtsinformationen in Bezug auf Terrakotta-Webstühle und Spinnwirtel aus Stein und Terrakotta. Die Arbeit ergab ein besseres Verständnis von Textilwerkzeugen und deren archäologischen Kontext.

Die Forscher wollten auch kulturelle Neulinge in Syrien und Zypern während der frühen Eisenzeit identifizieren. In der Phase wurden anhand von Museumsexemplaren für die Ära neue Spinntechnologien sowie Verschiebungen bei der Nutzung von niedrigem und hohem Quirl untersucht. Die Studie ergab ein neues Verständnis der zypriotischen Textilindustrie. Dazu gehört die Identifizierung von bisher unbekannten Textilwerkstätten, die unverwechselbare Textilien herstellten. Das Projekt rekonstruierte auch Spinngeräte und zeigte, dass die gleiche Spindel für die Herstellung von Fäden mit verschiedenen Dicken verwendet werden konnte.

Die Mitarbeiter besuchten und organisierten mehrere Konferenzen und nahmen an verschiedenen Workshops teil.

Das Projekt lieferte neue Erkenntnisse über die antike Textilwirtschaft im Mittelmeerraum. Diese Arbeit trägt dazu bei, die kulturellen Bewegungen und die Geschichte der späten Bronzezeit aufzudecken.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Life Sciences

Schlüsselwörter

Spätbronzezeit, Mittelmeer, ITEM-E-CONTEXT, Archäologie, Textilwerkzeuge, kulturelle Markierungen
Datensatznummer: 182934 / Zuletzt geändert am: 2016-06-22
Bereich: Industrielle Technologien
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