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FP7

NRHACC Ergebnis in Kürze

Project ID: 329966
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Spanien

Neues zu den Ursachen von Nikotinabhängigkeit

EU-Forscher untersuchten Nikotinrezeptoren in der menschlichen Nebenniere, um den Ursachen von Nikotinsucht und deren Folgen auf den Grund zu gehen.
Neues zu den Ursachen von Nikotinabhängigkeit
Neue Studien hatten bereits den Nikotinrezeptor nAChR (nikotinischer Acetylcholinrezeptor) in chromaffinen Zellen enthüllt. Diese Zellen in der Nebenniere setzen bei entsprechenden Signalen aus dem Gehirn Adrenalin und andere Hormone frei.

Trotz der wichtigen Wechselwirkung mit Nikotin – einer häufigen suchtauslösenden Substanz – ist noch zu wenig über nAChR bekannt. Das EU-finanzierte Projekt NRHACC (Nicotinic acetylcholine receptors in human adrenal chromaffin cells) untersuchte daher nAChR in chromaffinen Zellen von Menschen und anderen Säugetieren.

Insbesondere analysierten die Forscher nAChR-Subtypen in der Nebenniere, deren Wechselwirkung mit Nikotin sowie andere zelluläre Systeme, die die Aktivität von nAChR regulieren.

Die wichtigste Entdeckung der Forscher von NRHACC war der bei Menschen, Kühen und Ratten häufigste nAChR-Subtyp. Erstmals wurden aber auch alle anderen nAChR-Subtypen in chromaffinen Zellen identifiziert.

Dann verglichen die Forscher den Effekt von Nikotin und Medikamenten auf die Nikotinabhängigkeit dieser Rezeptoren. Dabei zeigte sich, dass beide Substanzen nAChR in chromaffinen Zellen aktivieren und dies mitunter zur Freisetzung von Adrenalin führt.

Die Studie enthüllte neue Einflüsse von Nikotin auf das menschliche Gehirn, sodass bald neue Medikamente gegen Nikotinabhängigkeit in Aussicht stehen könnten.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Nikotin, Sucht, Nebennieren, nAChR, chromaffine Zellen, NRHACC
Datensatznummer: 182994 / Zuletzt geändert am: 2016-07-18
Bereich: Biologie, Medizin
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