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ERC

CIDAM Ergebnis in Kürze

Project ID: 208661
Gefördert unter: FP7-IDEAS-ERC
Land: Italien

Die Rolle ziviler Konflikte im Zusammenhang mit Armut

In den letzten 30 Jahren ist es in den Entwicklungsländern zu vielen zivilen Konflikten gekommen. Es ist daher von äußerster Wichtigkeit, die Wurzeln und die Konsequenzen dieser Konflikte zu verstehen sowie die Armut zu bekämpfen.
Die Rolle ziviler Konflikte im Zusammenhang mit Armut
Unter Einsatz eines ökonomischen Ansatzes untersuchte das EU-finanzierte Projekt CIDAM (Conflict, identity and markets) Konflikte in armen Ländern, indem man das Zusammenspiel von kulturellen, politischen und ökonomischen Faktoren überprüfte.

Man bewertete die Rolle der inländischen und internationalen Faktoren einschließlich Variablen wie etwa Einkommensheterogenität, ökonomischen Erschütterungen und Ressourcenausstattungen. Das Team erstellt einen neuen mehrdimensionalen Indikator, wobei man berücksichtigte, dass das Hervorstechen der ethnischen Identität vom Grad der Überlappung mit Kategorien auf Basis von Einkommen und Bildung usw. abhängen kann.

Die Forscher sammelten aus den Vereinigten Staaten stammende Originaldaten und schlugen einen Test auf Rassendiskriminierung im Justizsystem auf Grundlage von Aufhebungsmustern in Beschwerdeentscheidungen von höheren Gerichten vor.

Ein wichtiger Teil des Projekts war die empirische Analyse der ökonomischen und geografischen Determinanten von Konflikten auf lokaler Ebene. CIDAM konstruierte eine für die afrikanischen Länder südlich der Sahara festgelegte gerasterte Datenebene, die hochaufgelöste Informationen über Konfliktereignisse, Pflanzenanbau, Extremwetterlagen und die Ausstattung mit Mineralien kombiniert.

Die Forscher analysierten außerdem die Rolle internationaler Akteure in Zivilkonflikten durch Einsatz einer Methodik auf Grundlage der Reaktionen der Finanzmärkte auf die neuesten Nachrichten. Diese Methodik eröffnete die Möglichkeit, sich mit einigen politischen Fragen in Hinsicht auf Gewinne oder Verluste von Unternehmen durch gewaltsame Konflikte bzw. Wegen zu befassen, um Verletzungen internationaler Embargos zu erkennen.

Die Resultate zeigen positive Ereignisrenditen von Unternehmen, die ihren Sitz in Ländern mit hoher Korruption und geringer Transparenz im Waffenhandel haben, was darauf hinweist, dass die Unternehmen eher gegen Waffenembargos verstoßen. Man schlug ein Verfahren zum Nachweis potenzieller Embargoverletzungen auf Grundlage von Kettenreaktionen durch Einzelaktien vor.

Insgesamt versuchte man innerhalb des Projekts, das Auftreten sozialer oder gewaltsamer Konflikte in den Entwicklungsländern anhand ökonomischer, sozialer und politischer Faktoren zu erklären. Neben wissenschaftlichen Publikationen und der Erschaffung neuer Datensätze schlug das Projekt neue methodologische Werkzeuge vor und bot Einblicke im Sinne der Gestaltung von ökonomischen Strategien, die letztlich Konflikte verhindern und Armut bekämpfen.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

zivile Konflikte, Armut, Entwicklungsländer, CIDAM, Embargos
Datensatznummer: 183049 / Zuletzt geändert am: 2016-07-19
Bereich: Industrielle Technologien
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