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ERC

LIMOD Ergebnis in Kürze

Project ID: 240809
Gefördert unter: FP7-IDEAS-ERC
Land: Irland

Die gewalttätigen Hinterlassenschaften des Weltkriegs

Ein EU-finanziertes Projekt hat das Ende des Ersten Weltkriegs (World War I, WWI) sowie der darauffolgenden gewaltsamen Konflikte untersucht, wobei sich diese Studie durch ihre vergleichende und transnationale Beschaffenheit von den vorhergehenden unterschied.
Die gewalttätigen Hinterlassenschaften des Weltkriegs
Endete der Erste Weltkrieg wirklich in November 1918? Das Projekt LIMOD (The limits of demobilization, 1917-1923: Paramilitary violence in Europe and the wider world) sollte diese Frage aus einer Perspektive beantworten, die Osteuropa und die umliegende Welt einschließt. Untersuchungen über den Ersten Weltkrieg werden üblicherweise nach der Einteilung in nationale Identität oder ethnische Unterschiede vorgenommen, wobei im Normalfall Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich in der Literatur bevorzugt werden.

Das Projekt wollte zum Aufbau einer globalen Geschichte der unmittelbaren Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs beitragen, die ungeachtet der jüngsten Versuche in dieser Richtung immer noch fehlt. Tatsächlich war der Erste Weltkrieg ein Phänomen, mit dem Grenzen überschritten und Vermächtnisse zu gemeinsamen Themen verlassen wurden.

In Osteuropa forderten die Folgen der Nachkriegszeit und der gewaltsamen Konflikte, Revolutionen und Bürgerkriege, die von 1917 bis zum Beginn der 1920er Jahre ausbrachen, 4 Millionen Tote. Auch die starken antikolonialen Bewegungen und die bedrückenden Reaktionen weltweit trugen ihren Anteil zu diesem gewaltsamen Übergang vom Krieg zum Frieden bei.

Die Forscher untersuchten diese Konflikte anhand einer empirischen und vergleichenden Methodik. Sie versuchten zu erklären, warum nach 1918 die Gewalt in einigen ehemals in den Krieg verwickelten Staaten anhielt, während anderen Staaten ein erfolgreicherer Übergang zum Frieden gelang.

In das Projekt wurde eine umfangreiche Palette von Fallstudien zu Staaten wie Polen und Irland, den baltischen Staaten, zum Osmanischen Reich, Indien sowie zum Mittleren und Nahen Osten. einbezogen. Angegliederte Forscher untersuchten außerdem ehemalige an dem Krieg beteiligte Staaten wie Australien, China, Japan, Lateinamerika und die Vereinigten Staaten.

LIMOD setzte ein vollständigeres Bild über den weltweiten Zustand der Gesellschaft während der Nachkriegszeit, über die Gründe, warum die Gewalt so weit verbreitet war, sowie die langfristigen Hinterlassenschaften des Ersten Weltkriegs zusammen.

Die wichtigsten Projektresultate wurden in von Experten begutachteten Artikeln, Monografien und zwei herausgegebenen Büchern veröffentlicht. Eine weitere Monografie steht zur Veröffentlichung an.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Weltkrieg, Erster Weltkrieg, gewaltsame Konflikte, länderübergreifend, transnational, grenzüberschreitend, LIMOD, Nachkriegs-, nach dem Krieg
Datensatznummer: 183101 / Zuletzt geändert am: 2016-07-26
Bereich: Industrielle Technologien
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