Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP7

MOSP Ergebnis in Kürze

Project ID: 330195
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Vereinigtes Königreich

Neue Sensoren für die Überwachung von Brücken

Ein EU-Team entwickelte ein mathematisches Modell einer Brücke, das alle relevanten Kräfte und Bewegungen berücksichtigt. Die Gruppe verglich auch neue physikalische Sensoren und Kameras für die Bewegungsverfolgung anhand des Modells, was zu einem kostengünstigen Brückenüberwachungssystem führte.
Neue Sensoren für die Überwachung von Brücken
Seit Tausenden von Jahren bereits bauen und erhalten Ingenieure Brücken. Dennoch machen moderne drahtlose Sensoren und Überwachungsmethoden den Prozess effizienter und effektiver.

Das EU-finanzierte Projekt MOSP (Monitoring of structural performance) modellierte die auf eine Brücke einwirkenden Kräfte genau und verwendeten die Informationen zur Unterstützung der Entscheidungsfindung.

Die Forscher befragten zunächst mehrere für Brücken verantwortliche Behörden zu Schwierigkeiten und Herausforderungen sowie zu Messungen und Informationen, die sich als nützlich erweisen könnten.

Als nächstes entwickelte das Team das numerische Modell der Brücke, das die Beziehungen zwischen den wichtigsten physikalischen Größen aufzeigte.

Die Mitglieder von MOSP entwickelten mehrere neue Sensortechnologien und -verfahren zur Verwendung in Überwachungssystemen für Brückenstrukturen. Drei neue Technologien wurden im Vergleich zu konventionellen Ansätzen getestet. Dazu gehörten drahtlose Beschleunigungsmesser für die Überwachung, hochempfindliche Beschleunigungsmesser, die die Brückenbewegung in Reaktion auf Kräfte berechnen, sowie Kameras für die Bewegungsverfolgung.

Das Team stellte fest, dass die Leistung der drahtlosen Beschleunigungsmesser der von herkömmlichen Versionen gleichkam. Aufgrund der einfacheren Installation resultierte die drahtlose Version in einer besseren Überwachung. Lasttests zeigten, dass der empfindliche Beschleunigungsmesser äquivalent zu herkömmlichen Bewegungsüberwachungssystemen war. Auch hier erwies sich die einfache Handhabung der neuen Technologie als vorteilhaft. Die physikalisch basierten numerischen Modelle erwiesen sich auch für die Entscheidungsfindung für strukturelle Interventionen als nützlich.

Folglich entwickelte und testete das Konsortium ein Low-Cost-System zur Überwachung von Brückentemperatur und Beschleunigung. Das System verwendete handelsübliche Komponenten. Die Ergebnisse zeigten, dass solche Low-Cost-Systeme machbar sind, obwohl dafür einige neue Technologien, wie sie gerade erprobt wurden, notwendig sind.

Die Demonstration von neuen Brückenüberwachungstechnologien durch MOSP ebnet den Weg für die allgemeine Einführung ähnlicher Systeme in ganz Europa. Solche Systeme können dabei helfen, Wartungsergebnisse zu verbessern und gleichzeitig die Kosten zu reduzieren.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Brückenüberwachung, Sensoren, MOSP, strukturelle Leistung, drahtlose Beschleunigungsmesser
Datensatznummer: 183215 / Zuletzt geändert am: 2016-08-17
Bereich: IT, Telekommunikation