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ERC

DEFCON1 — Ergebnis in Kürze

Project ID: 230355
Gefördert unter: FP7-IDEAS-ERC
Land: Niederlande

Eine wissenschaftlichere Sicht auf das Bewusstsein entsteht

Fünf neue Experimente stellen die traditionelle, subjektive Definition des Bewusstseins in Frage und bringen eine Fülle neuer Informationen zu dem Gebiet mit sich.
Eine wissenschaftlichere Sicht auf das Bewusstsein entsteht
Die Idee des Bewusstseins, über vereinfachende Definitionen der Begriffe "im gegenwärtigen Moment zu sein" oder "den Unterschied zwischen Schlaf und Wachsein kennen", ist schwer zu erklären. Traditionelle Prüfung des Bewusstseins und seiner Komponenten, von der Empfindung zur Wahrnehmung, hat sich al subjektiv und ungenau erwiesen, dass sie durch Aufmerksamkeit, Gefühl, Sprache oder Gedächtnis beeinträchtigt wird. Das EU-finanzierte Projekt DEFCON1 (A new definition of consciousness) hatte sich zum Ziel gesetzt, den Begriff des Bewusstseins im neuralen Projekt gesucht Bewusstsein in neuronalen Sinn neu zu definieren.

Unter der Annahme, dass die Grenze zwischen bewusste und bewusstlos der Unterschied zwischen Vorkopplung und rezidivierender Verarbeitung im Gehirn ist, stellte das Projektteam die Hypothese auf, dass der wiederkehrende Teil des Bewusstseins die NMDA-Rezeptoraktivierung induziert und damit das Lernen. Auf dieser Basis kann das Bewusstsein als unabhängig von kognitiven Funktionen wie Zugriff und Aufmerksamkeit gesehen werden, was bedeutet, dass eine bewusste Verarbeitung existieren kann, ohne dass das Subjekt es weiß.

Indem es traditionellen Interpretationen des Bewusstseins widersprach, wollte das Projekt seine neue Prämisse auf Experimente aus dem Bereich der Vision unterstützen. Dazu wurden Methoden wie Elektroenzephalogramm (EEG), funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI) und transkranielle Magnetsimulation (TMS) sowie pharmakologische Interventionen eingesetzt. Es führte mehrere neuartige Experimente durch, um die Lebensfähigkeit der neuen Definition zu demonstrieren.

Ein Experiment fand heraus, dass das Bewusstsein in der Tat unabhängig von kognitiven Funktionen ist und dass es für jede kognitive Funktion eine bewusste und unbewusste Version gibt. Dies zeigt, dass Bewusstsein und Erkenntnis sind in Wirklichkeit orthogonal sind. Bei einem weiteren Experiment wurden fMRI, EEG und TMS eingesetzt, um bewussten Empfindungen wie Wahrnehmungsgruppierung und Inferenz zu untersuchen. Auch damit wird eine neuronale Definition des Bewusstseins unterstützt.

Das Projektteam hat dann neuronale Messungen während unbeabsichtigter Erblindung und durch fragile visuelle Kurzzeitgedächtnistests genutzt und bestätigt, dass unbeaufsichtigte Darstellungen phänomenale Eigenschaften wie Wahrnehmungsorganisation, amodaler Abschluss und Inferenz besitzen. Dies bestätigte auch die Idee, dass Menschen bewusst Empfindungen erleben können, ohne zu wissen.

Anschließend zeigte Neuro- und Verhaltensforschung, dass das Wahrnehmungslernen ohne Aufmerksamkeit möglich ist, aber nicht ohne bewusste Empfindung. Weitere Arbeiten boten wertvolle Einblicke in die molekularen Mechanismen, die für wiederkehrende Verarbeitung und bewusste Vision erforderlich sind. Gemeinsam ebneten die Experimente erfolgreich den Weg für eine objektivere und wissenschaftlichere Definition des Bewusstseins.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Medicine and Health

Schlüsselwörter

Bewusstsein, Gefühl, Bewusstsein, DEFCON1, Nerven-, kognitive Funktionen  
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