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Probabilistische Methoden auf dem Gebiet der Kombinatorik

Bei der probabilistischen Kombinatorik handelt es sich um ein relativ neues Feld auf dem Gebiet der Mathematik, welches eingeführt wurde, um Probleme im Bereich der Kombinatorik zu adressieren. EU-finanzierte Mathematiker fokussierten sich darauf, neue Fragen anzugehen, die im Zuge der Lösung alter Probleme entstanden sind.
Probabilistische Methoden auf dem Gebiet der Kombinatorik
Stark beeinflusst von den ungarischen Mathematikern Paul Erdös und Alfred Rényi waren das zentrale Motiv für die Einführung der probabilistischen Kombinatorik Probleme im Bereich der externen Kombinatorik. In diesem Bereich ist es oftmals notwendig, diskrete Objekte wie Graphen zu erstellen, die Eigenschaften aufweisen, welche sich zu widersprechen scheinen.

Die innovative Idee, die den Anbeginn der Kombinatorik markierte, bestand darin, dass es Zufallsexperimente gibt, deren wahrscheinliches Ergebnis ein bestimmtes Objekt ist. Diese Art und Weise der Erstellung diskreter Objekte mit spezifischen Eigenschaften ist als probabilistische Methode bekannt.

Heute ist die probabilistische Methode ein hilfreiches Werkzeug in vielen weiterreichenden Bereichen als der externen Kombinatorik. Im Rahmen des Projekts PROBCOMB (Sparse discrete structures) entdeckten Mathematiker Anwendungsmöglichkeiten, die von Gebieten wie der externen Graphentheorie zur additiven und kombinatorischen Zahlentheorie reichen.

Das PROBCOMB-Team untersuchte die Eigenschaften kombinatorischer Strukturen, welche keine Kopien einer bestimmten kleinen Struktur aufweisen. Diese Forschungslinie führte zu wichtigen Ergebnissen, einschließlich einer Bestimmung der Anzahl maximaler dreieckfreier Graphen auf Vertikalen.

Abgesehen von diesem Problem, warf Erdös ebenfalls die Frage auf, wieviele maximale summenfreie Teilmengen von Ganzzahlen es gäbe. Das spezifische Thema hat eine lange Geschichte. Unter Erwägung aller möglichen Teilmengen eines bestimmten maximalen summenfreien Satzes waren Wissenschaftler nicht nur in der Lage, die untere, sondern auch die obere Grenze summenfreier Sätze zu bestimmen.

Zur Lösung eines alten Problems zur Färbung von Graphenkanten an Scheitelpunkten – welches ursprünglich von Erdös und Vera T. Sós aufgeworfen wurde – wandten Mathematiker Fahne-Algebramethoden an. Diese mathematischen Werkzeuge wurden vorgeschlagen, um alle Klassen kombinatorischer Strukturen auf einheitliche Weise zu behandeln.

Fahne-Algebrastrukturen können insbesondere auf Strukturen angewandt werden, die eine ererbte Eigenschaft aufweisen – eine Teilmenge von Scheitelpunkten dieser Strukturen entspricht einer anderen Struktur der gleichen Gruppe. Das PROBCOMB-Team bewies, dass wenn n eine Potenz von fünf ist, es sich bei dem einmaligen Graph an n Scheitelpunkten, welche die Anzahl induzierter 5-Zyklen maximieren, um eine iterierte Vergrößerung eines 5-Zyklus handelt.

Die PROBCOMB-Resultate repräsentieren eine umfassende Untersuchung verschiedener offener Fragen im Bereich der Kombinatorik. Im Laufe der Untersuchung ergaben sich neue herausfordernde Probleme und es haben sich neue Richtungen für die zukünftige Forschung aufgetan.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Probabilistische Methoden, Kombinatorik, Graphen, PROBCOMB, diskrete Strukturen, Fahne-Algebrastrukturen
Datensatznummer: 188526 / Zuletzt geändert am: 2016-09-14
Bereich: Industrielle Technologien
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