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LONG-TERM RISKS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 230589
Gefördert unter: FP7-IDEAS-ERC
Land: Frankreich

Die Ökonomik hinter den langfristigen Umweltgefahren des Klimawandels

Die Ökonomik hat in der Debatte um den Klimawandel eine zentrale Rolle eingenommen, die Ökonomik-Community ist sich allerdings nicht einig darüber, wie langfristige Umweltrisiken angegangen werden sollen. Im Rahmen einer EU-Initiative wurden mögliche Lösungen erwogen.
Die Ökonomik hinter den langfristigen Umweltgefahren des Klimawandels
Ökonomiker können sich nicht auf eine Maß für die Beurteilung langfristiger Umweltrisiken einigen. Infolgedessen wurde bezüglich einer effizienten öffentlichen Umweltpolitik keine Einigkeit erzielt.

Um dies zu adressieren, zielte das EU-finanzierte Projekt LONG-TERM RISKS (Evaluation and management of collective long-term risks) darauf ab, politische Empfehlungen bezüglich kollektiver Langzeitrisiken zu evaluieren und auszusprechen.

Zur Erreichung der Ziele wurden im Rahmen des Projekts unterschiedliche Ansätze aus der modernen Entscheidungstheorie und Finanztheorie sowie der Umwelt- und Verhaltensökonomik kombiniert. Es wurden ebenfalls weit gefasste Konzepte wie nachhaltige Entwicklung, gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und Vorsorgeprinzipien in effektive Leitlinien für die gemeinsame Entscheidungsfindung integriert.

Die Projektpartner knüpften an die Debatte unter führenden Ökonomikern an, die sich darum dreht, welche Rate für die Diskontierung zukünftiger Klimaauswirkungen angelegt werden soll, um den gesellschaftlich erstrebenswerten Preis von Kohlenstoff zu errechnen. Der Großteil der Literatur deutet darauf hin, dass die langfristigen Vorteile einer Abschwächung des Klimawandels nicht mit dem Wirtschaftswachstum in Verbindung stehen. Dies ist ein Argument für eine geringe (1 % - 2 %) Diskontierungsrate bezüglich zukünftiger Klimagewinne, die in der Gesellschaft für einen hohen Kohlenstoffpreis sorgen.

Das LONG-TERM-RISKS-Team argumentierte, dass der wirtschaftliche Erfolg zukünftiger Generationen unklar und deswegen ein langfristiger Ansatz für die Beurteilung der Abschwächungsmaßnahmen erforderlich sei. Das Team hielt die Einführung eines positiven Risikozuschlags auf die risikofreie Diskontierungsrate für gerechtfertigt und demonstrierte, dass es sich bei diesem Risikozuschlag um eine Vereinbarung mit kumulativer Laufzeit handeln muss. Basierend auf den Ergebnissen sollten die antizipierten Klimavorteile mit einer Rate zwischen 4 % und 5 % diskontiert werden. Die Resultate sind auf zukünftige Unsicherheiten wie unbestimmte wirtschaftliche Wachstumstrends sowie wirtschaftliche Störungen ausgerichtet.

Über LONG-TERM RISKS wurde ein fortschrittlicher Ansatz vorgeschlagen, der sich positiv auf das Wohlergehen zukünftiger Generationen auswirken soll, um langfristige Umweltrisiken zu adressieren.

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Schlüsselwörter

Ökonomik, Klimawandel, Umweltrisiken, LONG-TERM RISKS, Kohlenstoff
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