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FP7

M-A-P-E-S Ergebnis in Kürze

Project ID: 329239
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Dänemark

Eingehende Untersuchung der öffentlichen Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Technik

Die europäische Unterstützung für das Engagement in Wissenschaft und Technik nimmt zu. Eine EU-Initiative hat nun bessere Einblicke in die Beteiligung der Öffentlichkeit an den Wissenschaften gewonnen.
Eingehende Untersuchung der öffentlichen Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Technik
Kulturen rund um die Beteiligung unterstützen deren Umsetzung in die Praxis. Bis heute gibt es Schlüsselaspekte des Engagements, die bei der Forschung ignoriert worden sind. In diesem Sinne untersuchte das von der EU finanzierte Projekt M-A-P-E-S (Materiality and affect in public engagement with science) die Praxis des öffentlichen Auseinandersetzung mit der Wissenschaft. Schwerpunkt waren dabei interaktive Formen der Wissenschaftskommunikation.

Die Arbeit startete mit Fortschritten in der theoretischen Untersuchung des öffentlichen Engagements. Unter Nutzung von Affekttheorie, Politikwissenschaften sowie wissenschaftlichen und technischen Studien als Grundlage veröffentlichten die Projektpartner wissenschaftliche Arbeiten über die Notwendigkeit von Wissenschaftskommunikation und öffentlichem Engagement als materielle und affektive Praxis. Sie entwickelten im Folgenden ein Rahmenwerk für empirisches Engagement und die Analyse derartiger Interaktionen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Das M-A-P-E-S-Team wählte Dänemark zum besten europäischen Best-Practice-Beispiel für Wissenschaftskommunikation und -beteiligung. Die Forschung konzentrierte sich auf das Kopenhagener Euroscience Open Forum von 2014, das fast 40 000 Besucherinnen und Besucher anzog. Im Lauf der Veranstaltung untersuchten die Teammitglieder Wechselwirkungen zwischen Öffentlichkeit, Wissenschaftlern, Wissenschaftskommunikatoren und politischen Entscheidungsträgern auf einer Wissenschaftspolitikkonferenz sowie dem Programm für Öffentlichkeitsarbeit des Festivals Science in the City. Sie beobachteten außerdem die Rolle, die Ort, Materialkonfiguration und Affekt bei diesen Wechselwirkungen spielten.

Um das Engagement der Besucher an diesen verschiedenen Formen der Wissenschaftskommunikation zu erfassen, sammelten die Forscher Daten von Projekten über Wissenschaftsengagement, die das Festival betreute. Man interviewte Organisatoren, beobachtete Teilnehmende und erforschte das Engagement anhand von fotografierenden Besuchern. Zudem wurde für jedes Projekt ein Kurzfilm produziert.

Die wichtigste Erkenntnis bestand darin, dass Wissenschaftskommunikation aufgrund einer Kombination aus Faktoren einschließlich der Errichtung nationaler Identitäten, der Markenentwicklung von Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie wissenschaftspolitischen Diskussionen stattfindet. Öffentliches Engagement in die Wissenschaften kann nicht ohne dieses Wechselspiel existieren.

Überdies wurde ein Netzwerk aus praktisch Tätigen, Studierenden und Forschenden mit Sitz in Kopenhagen gegründet, um das Bewusstsein für das öffentliche Engagement in Wissenschaft zu fördern und von den Projektergebnissen zu profitieren.

M-A-P-E-S gab eine Menge Aufschluss über Wissenschaftskommunikation und öffentliches Engagement. Auf diese Weise können Wissenschaftskommunikatoren, politische Entscheidungsträger und Finanzierungsgremien profitieren.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

öffentliches Engagement, öffentliche Auseinandersetzung, Wissenschaft und Technologie, Wissenschaft und Technik, M-A-P-E-S, Materiality, Stofflichkeit, Wesentlichkeit
Datensatznummer: 188654 / Zuletzt geändert am: 2016-10-12
Bereich: Industrielle Technologien
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