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Der Klimawandel und die Bäume

Ein EU-Team entwickelt neue Werkzeuge, um die Verpflanzung von Bäumen aus Gründen der Klimaanpassung zu unterstützen. Bei der Arbeit berücksichtigte man frühere Fehler und man lieferte Szenarien für den wahrscheinlichen Erfolg unter Einbeziehung gemischter Populationen aus Kiefernarten.
Der Klimawandel und die Bäume
Da sich das Klima verändert, bekommen an vorherige Klimavarianten angepasste Baumarten Schwierigkeiten beim Überleben. Eine Lösung könnte das Umpflanzen von Bäumen, die bereits an das zu erwartende zukünftige Klima angepasst sind, an neue Standorte sein.

Das EU-finanzierte Projekt AMECO (Assisted migration of forests as a climate change economic mitigation strategy) stellte die notwendigen Werkzeuge bereit, um derartige unterstützte Umstellungen zu bewerten.

Die Forscher analysierten Fällen, in denen das Konzept schon vorher ausprobiert worden war. Im Einzelnen ging es um ein gut dokumentiertes Scheitern. Der Fall führte zu großen wirtschaftlichen Verlusten und der Umsetzung von EU-Verordnungen, um Wiederholungen zu verhindern.

Nachfolgend schlug das Team geeignete Szenarien der Baumumpflanzung einschließlich zweier Kiefernarten vor. Nach der Bewertung von spanischen und französischen Beständen wählten die Forscher Umpflanzungsstandorte aus, an denen die lokalen Baumbestände durch den Klimawandel gefährdet sind. Die ausgewählten Arten stammten von Standorten mit geringer Empfindlichkeit gegenüber Veränderungen. Auf der Grundlage von Simulationen schlug das Team drei Anpflanzungsstrategien (ausschließlich ausländisches Saatgut, ausschließlich lokales Saatgut und eine Kombination) vor und erprobte diese. Die Resultate begünstigen keine besondere Strategie und ergaben eine tiefere Komplexität. Saatgutschutz dürfe auch nur in einigen Fällen eine geeignete Lösung darstellen.

Um zu ermitteln, welche Fälle geeignet waren, modellierte das Konsortium die Anfälligkeit der einheimischen Baumarten in Europa. Die Ergebnisse zeigen, dass man bei der Bewirtschaftung noch intensiver die genetischen Ressourcen von Bergnadelgehölzen an ihren unteren Verbreitungsgrenzen im Vergleich zu Gebieten mit geringerer Anfälligkeit testen sollte. Bestimmte gefährdete Populationen könnten an anderen Orten bessere Überlebenschancen haben.

Nach Tests und Prognosen von Wachstumsraten verschiedener Arten an fünf Standorten in Frankreich kam das Team zu dem Schluss, dass es keine endgültig besten Entscheidungen gibt. Die Studie empfahl gemischte Populationen, um den Wäldern die beste Chancen zur Anpassung zu geben.

Die Bewirtschaftungsrichtlinien des AMECO-Projekts können dazu beitragen, die europäischen Wälder in Zeiten des Klimawandels zu bewahren.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Klimawandel, Bäume, Umpflanzung, Verpflanzung, AMECO, unterstützte Umstellung, Wälder, Waldbestand
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