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FP7

SEASONS Ergebnis in Kürze

Project ID: 329645
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Deutschland

Die Auswirkungen der vergangenen Saisonalität auf die Gegenwart

Der globale Klimawandel, der zur Ausbreitung von Grasland und zum Anstieg des heutigen Klimas geführt hat, hat seinen Ursprung 23 Millionen Jahre in der Vergangenheit. Forscher haben die Vegetation der verwendeten fossilen Pflanzen modelliert, um herauszufinden, wie sich der Ablauf gestaltete.
Die Auswirkungen der vergangenen Saisonalität auf die Gegenwart
Wichtige gesellschaftliche Herausforderungen in der Mittelmeerregion werden durch Umwelt- und Klimaänderungen verursacht. Eine der wichtigsten Veränderungen, die weit in der Vergangenheit stattfand, waren die Ausbreitung von Grasland und damit einhergehende saisonale Änderungen. Die Mechanismen, die diese wichtige Änderung herbeiführten, werden nur unzureichend verstanden und machen weitere Forschung erforderlich. Das oberste Ziel des Projekts bestand darin, die Vergangenheit zu verstehen und dieses Wissen zu nutzen, um die aktuellen Klima- und Umweltherausforderungen erfassen zu können.

Im Rahmen der EU-finanzierten Initiative SEASONS (Understanding the impact of seasonality in terrestrial bio-geosystems during the last 23 million years) wurde die Saisonalität in den terrestrischen Ökosystemen der nördlichen Hemisphäre in den vergangenen 23 Millionen Jahren untersucht. Die Forscher kombinierten Vegetationsmodelle und fossile Daten.

Im Zuge von SEASONS wurde eine Vegetationsmodellierung angewandt, die vom späten Miozän (vor 11-7 Millionen Jahren) bis zum mittleren Miozän (vor 15 Millionen Jahren) reicht. Die Forscher untersuchten ebenfalls Kohlenstoff und andere Isotope, wobei Afrika, der Westen Nordamerikas und der Westen Eurasiens im Fokus standen.

Die Forscher stellten fest, dass das Kohlenstoffdioxid (CO2)-niveau im späten Miozän wahrscheinlich unter dem aktuellen Niveau lag, während sich im mittleren Miozän ein höheres Niveau zeigte. Somit ist das aktuelle CO2-Niveau wahrscheinlich das höchste der vergangenen 11 Millionen Jahre.

Im Zuge von SEASONS wurde festgestellt, dass sich der Anstieg von Gebirgsketten im Westen Nordamerikas erheblich auf die Umwelt und insbesondere auf Säugetiere auswirkte. Dies wirft ein neues Licht auf die kontinentale Umweltgeschichte Nordamerikas vor 55-23 Millionen Jahren im Verhältnis zu Europa.

Die Forschung wird dabei behilflich sein, neue Anpassungsverfahren im Bereich der Naturschutzbiologie zu entwickeln und die interdisziplinäre Arbeit auf dem Gebiet von Paläobiologie und Klimatologie stärken.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Saisonalität, Klimawandel, Grasland, Jahreszeiten, Miozän, CO2
Datensatznummer: 188768 / Zuletzt geändert am: 2016-11-03
Bereich: Umwelt