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Abschätzung des Fischbestands kommt voran

Weltweit gibt es große Bedenken über die Nachhaltigkeit der Fischerei, vor allem im Hinblick auf die Wanderfischarten wie Thunfisch, Marlin und Schwertfisch. Die Überwachung und Regelung ist sehr komplex und ein fundiertes Wissen über die Bestände und Fischereidynamik erforderlich.
Abschätzung des Fischbestands kommt voran
Zur Beurteilung der Bestände und Fischereidynamik und Entwicklung wirksamer Managementmaßnahmen sind Techniken für eine integrierte Bestandsabschätzung erforderlich. Die EU finanzierte die Initiative AMFISALS (Advanced models for fisheries stock assessment of large pelagics), um einem Stipendiaten eine Ausbildung in modernen Bestandsbewertungsmodellen zu ermöglichen.

Der AMFISALS-Stipendiat erhielt eine umfassende Ausbildung in mehreren Bereichen, um das erforderliche Know-how für die Bewertung des Bestandsstatus wandernder Fischarten zu gewährleisten. Zu den behandelten Themen gehören Datenbankmanagement, Ausbildung in relevanter Software wie Tagdagger, Mufdagger, R-Programmierung und die Bestandsabschätzungssoftware MULTIFAN-CL.

Vorherige Arbeiten zur Bestandsabschätzung hatten die Dynamik von Thunfisch im östlichen Pazifik-Raum nicht berücksichtigt. Aus den neusten Tagging-Daten geht eine substantielle Wanderungsbewegung von Großaugentun zwischen dem zentralen und östlichen Pazifik hervor.

Der AMFISALS-Stipendiat beteiligte sich an der Pazifikweiten Bewertung von Großaugentun, um ihre räumlichen Domäne in den bestehenden Modellen neu zu bewerten. Der Forscher hat erheblich zu den an der Bestandsbewertung beteiligten Aufgaben in Bezug auf die Korrektur von "Tag-Release"- und Ringwadendaten beigetragen. Darüber hinaus wurden die bestehenden Modelle durch die Verwendung von unterschiedlichen Empfindlichkeitsszenarien aktualisiert. Die Ergebnisse wurden auf der 11. ordentlichen Tagung des Wissenschaftlichen Ausschusses der Fischereikommission des westlichen und mittleren Pazifiks vorgelegt.

Der AMFISALS-Stipendiat leistete auch einen wesentlichen Beitrag im Bereich der elektronischen Kennzeichnung, was zu zwei Publikationen über Pop-up-Satelliten-Tagging von Schwertfisch und Rotem Thun führte. In einer laufenden internationalen Zusammenarbeit hat der Forscher bereits die Faktoren bestimmt, die zur Überfischung von Großaugentun führen. Ein wichtiger Faktor erwies sich der Beifang von Großaugennachwuchs in Ringwaden auf Fischsammlern. Dies hat erhebliche Auswirkungen, wenn Maßnahmen zur Minderung des Beifangs entwickelt werden sollen.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter ist auch an anderen Forschungskooperationen für Bestandsabschätzung, Beifangminderung und zur Bestimmung von Umweltauswirkungen auf die Fischproduktion beteiligt.

Die Aktivitäten von AMFISALS haben die Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachwissen in dem dynamischen und komplexen Gebiet des weltweiten Fischbestandsmanagements und seiner Bewertung gewährleistet.  Neben einer Erleichterung der Forschung im Bereich der Nachhaltigkeit hat die EU jetzt ein technischer Berater, um das Fischereimanagement zu unterstützen und politische Entscheidungen zu führen.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Bestandsforschung, Nachhaltigkeit, Fischerei, Ausbildung, Modell, Tagging, Ringwaden, Beifang Milderung
Datensatznummer: 190601 / Zuletzt geändert am: 2016-11-24
Bereich: Umwelt
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