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Förderung der Ukraine im Bereich der EU-Lebensmittelsicherheit

Eine Analyse von Lebensmittelproduktionsketten in der Ukraine unterstützt die Bemühungen des Landes, seine Lebensmittelsicherheit zu verbessern und seine Vorschriften mit der EU zu harmonisieren. Dies wird die Exporte in diese Region erleichtern und die Wirtschaft des Landes stärken.
Förderung der Ukraine im Bereich der EU-Lebensmittelsicherheit
Die strengen Gesetze und Vorschriften der EU zur Lebensmittelsicherheit können angrenzenden Nicht-EU-Ländern zugutekommen und helfen, Normen in diesem Bereich zu harmonisieren. Das EU-geförderte Projekt MICRORISK (Research cooperation in assessment of microbiological hazard and risk in the food chain) brachte Know-how aus Frankreich und Polen in die Ukraine, um zu diesem Ziel beizutragen.

Die Projektmitglieder informierten die zuständigen Behörden in der Ukraine über die EU-Lebensmittelgesetze mit dem Ziel, diese in dem Land umzusetzen und gleichzeitig mehr über die entsprechenden Gesetze in der Ukraine zu erfahren. Genauer gesagt analysierte das Team die Lebensmittelgesetze der Ukraine im Zusammenhang mit der Nahrungsmittelproduktionskette und untersuchte Möglichkeiten, geltendes EU-Lebensmittelrecht in die mikrobiologische Lebensmittelkontrolle des Landes zu integrieren. Es stellte fest, dass die Gesetze der Ukraine im Allgemeinen die mikrobiologischen Kriterien der EU für Lebensmittel erfüllen, was auch die teilweise Übereinstimmung in Bezug auf die mikrobiologischen Parameter wie Gesamtkeimzahl, coliforme Keime und Staphylococcus aureus einschließt.

MICRORISK analysierte dann, wie die Ukraine Gefahrenmittel in der Lebensmittelproduktionskette untersucht, und wollte vergleichbare EU-Verfahren in der mikrobiologischen Lebensmittelkontrollkette implementieren. Es stellte fest, dass die ukrainischen Partner regelmäßig EU-Labormethoden für die mikrobiologische Gefahrenabwehr einsetzen. Allerdings empfahl es Verfeinerungen und EU-Methoden für die effiziente Detektion von Vibrio parahaemolyticus, Clostridium botulinum und Botulinum-Toxinen sowie von Escherichia coli und Staphylokokken-Enterotoxin.

Darüber hinaus führte das EU-Team einen Quervergleich von EU- und ukrainischen Daten über die Verteilung von durch Lebensmittel übertragbaren Krankheitserregern (z.B. Salmonellen, Campylobacter, Clostridium) durch, die in den verschiedenen Phasen der Nahrungsmittelproduktion entstehen. Während die Analyse ergab, dass in der EU Geflügel die wichtigste Quelle von Campylobacter war, gab es nicht genügend Informationen, um die führende Quelle des Erregers in der Ukraine zu identifizieren.

Das MICRORISK-Team führte Grundsätze und praktische Aspekte der Risikobewertung in der Lebensmittelproduktionskette in der Ukraine ein, um die Harmonisierung zu fördern und so Vorteile für die Verbraucher zu bringen und die Voraussetzungen für eine bessere Beziehungen im Lebensmittelhandel zu schaffen. Akteure aus den Bereichen Gesundheit, Nahrungsmittelproduktion und Lebensmittelhandel in der Ukraine könnten aus den Ergebnissen dieses Projekts wertvolle Erkenntnisse ziehen.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Life Sciences

Schlüsselwörter

Lebensmittelsicherheit, MICRORISK, mikrobiologische Gefahr, Nahrungskette, Krankheitserreger 
Datensatznummer: 190607 / Zuletzt geändert am: 2016-11-24
Bereich: Industrielle Technologien
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