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Anschub für die Forschung in den Sozial- und Geisteswissenschaften

Mit der Förderung der Karriereentwicklung erfahrener Forscherinnen und Forscher in Europa maximiert man die Mobilität.
Anschub für die Forschung in den Sozial- und Geisteswissenschaften
Die auf Anregung von Fernand Braudel gegründete Stiftung Fondation Maison des Sciences de l’Homme (FMSH, Paris) verwaltet seit mehr als 20 Jahren internationale Stipendienprogramme für Forscherinnen und Forscher mit Forschungsaufenthalten in Frankreich. Sie verfügt gleichermaßen über ein Programm für Forschungsaufenthalte im Ausland, das für Forscherinnen und Forscher aus französischen Forschungseinrichtungen bestimmt ist. FMSH ist die größte Einrichtung des Landes, die Unterbringung und Arbeitsmöglichkeiten für Forscherinnen und Forscher der Sozial- und Geisteswissenschaften aus der ganzen Welt anbietet.

BRAUDEL-IFER-FMSH (Fernand Braudel International Fellowships for Experienced Researchers in Social Sciences and Humanities) ist ein von der EU finanziertes Projekt, das sich den Sozial- und Geisteswissenschaften (Social Sciences and Humanities, SSH) widmet. Hauptziel des Projekts war die Förderung der Laufbahnentwicklung von erfahrenen Forscherinnen und Forschern (experienced researcher, ER). Vorrang hatte dabei die Unterstützung der Postdoktoranden im ersten und zweiten Jahr.

Während der Umsetzung des Programms wurden 247 Stipendien bewilligt. Die Postdoc-Stipendien wurden für einen Zeitraum von neun Monaten gewährt und umfassten sämtliche Gebiete der Sozial- und Humanwissenschaften (Social and Human Sciences, SHS). Sowohl eingehende als auch ausgehende Finanzhilfen wurden für Stipendiatinnen und Stipendiaten aus 50 Ländern bereitgestellt, die sich in Europa bewerben. Jährlich wurden zwei Bewerbungsaufforderungen veröffentlicht. Bewerber um das FMSH beantragten ein gastgebendes Laboratorium, das für deren Forschung maßgeblich und für die wissenschaftliche Unterstützung verantwortlich ist.

Sämtliche Gebiete der Sozial- und Geisteswissenschaften wurden abgedeckt und es waren insgesamt 28 Partnerinstitutionen beteiligt. Zu den Bewertungskriterien zählten wissenschaftliche Qualifikationen und Sprachkenntnisse, die Qualität des Forschungsprojekts und die Auswahl der Gastinstitution.

Das Programm realisierte alle Ziele und trug dazu bei, erneut Interesse in der wissenschaftlichen Gemeinschaft der Sozial- und Geisteswissenschaften zu wecken. Wissenschaftliche Betreuung sowie internationale und interkulturelle Erfahrungen mit Mobilität, die von hochrangigen Gelehrten an den gastgebenden Einrichtungen vermittelt wurden, bildeten die Stipendiatinnen und Stipendiaten in Methoden weiter, die ihren wissenschaftlichen Hintergrund bereichert haben. Im Gegenzug beeinflusst dies ihre Vorhaben sowie ihrer Forschung im Allgemeinen.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Laufbahnentwicklung, Karriereentwicklung, internationale Stipendienprogramme, Sozial- und Geisteswissenschaften
Datensatznummer: 190639 / Zuletzt geändert am: 2016-11-30
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