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FP7

WWWFOREUROPE Ergebnis in Kürze

Project ID: 290647
Gefördert unter: FP7-SSH
Land: Österreich

Neues Modell für Europa im Entstehen

Die grundlegenden Herausforderungen an die europäische Gesellschaft müssen nun robuster und auf neue, innovative Weise angegangen werden, wenn der Kontinent gedeihen soll. Ein EU-finanziertes Projekt aus jüngster Zeit weist nun einige spannende Möglichkeiten auf, wie das am besten zu erreichen ist.
Neues Modell für Europa im Entstehen
Europa scheint im Vergleich zu vielen anderen Teilen der Welt über eine bessere Lebensqualität und einen höheren Lebensstandard zu verfügen. Es hat jedoch mit den großen globalen Herausforderungen wie der Wirtschaftskrise, der globalen Erwärmung, schnell alternden Bevölkerungsgruppen und einem massiven Flüchtlingsproblem zu kämpfen. Das von der EU finanzierte Projekt WWWFOREUROPE (Welfare, Wealth and Work for Europe) arbeitete an einem neuen Szenario, das über politische Anpassungen hinausgeht, um positive sozioökologische und ökonomische Veränderungen zu initiieren.

Nachdem Zweifel am Einsatz des BIP als Maß für den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt geweckt wurden, bevorzugte das Projekt das „Wohlergehen in einer nachhaltigen Umwelt“, um die Weiterentwicklung zu benchmarken. Die drei gleichzeitig zu verfolgenden Hauptziele umfassten erstens die Anhebung des Einkommens, zweitens die Förderung der sozialen Teilhabe durch Beschäftigung, die Geschlechtergleichstellung und eine gerechtere Verteilung, sowie drittens die Förderung von ökologischer Nachhaltigkeit.

WWWFOREUROPE priorisierte sieben Triebkräfte des Wandels in sieben Politikbereichen, um diese Ziele zu erreichen. Zu diesen Triebkräften zählten die Förderung von Innovation, die Begrenzung der Einkommensunterschiede, ein Überdenken der Sozialpolitik, die Förderung von Beschäftigung auf verschiedene Weise, die bessere Energienutzung durch Vermeidung fossiler Brennstoffe und die Umgestaltung des öffentlichen Sektors. Zu guter Letzt betrachtete das Projekt Reformen des Finanzsektors, um eine Neuausrichtung an den Bedürfnissen der Gesellschaft durch soziale und ökologische Investitionen vorzunehmen.

Um diese neue europäische Vision voranzubringen, erstellte das Projektteam eine starke Verbreitungsstrategie zum Nutzen von Wirtschaftsforschung, ökonomischer Politikgestaltung, Zivilgesellschaft und öffentlichem Diskurs. Sie zielte im Rahmen von Sitzungen, verschiedenen Medien und online auf die wissenschaftliche Gemeinschaft, Journalisten, politische Entscheidungsträger, Zivilgesellschaft und weitere Interessengruppen ab. Zusätzlich organisierte man Konferenzen zu einer Vielzahl von relevanten Themen.

Aus dem Projekt erwuchsen zudem mehrere Stellungnahmen mit zukunftsorientierten Titeln wie etwa „Reaping the benefits of migration in an ageing Europe“ (Vorteile der Migration im alternden Europa ausnutzen) sowie ansprechende Nachrichtenartikel in großen europäischen Zeitungen. Insgesamt 20 Vorträge, 30 Strategiepapiere, 119 Arbeitspapiere und 570 Verbreitungsaktivitäten trugen nachhaltig zur Verbreitung der neuen Vision und ihrer wichtigsten Botschaften direkt vom Projekt bei. Dem folgte die Ausarbeitung von politischen Empfehlungen, Konsultationen mit politischen Entscheidungsträgern, Veröffentlichungen in von Experten begutachteten Fachzeitschriften und eine verstärkte Verbreitung innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft.

Kein Zweifel besteht daran, dass die Projektergebnisse das Interesse zahlreicher Akteure geweckt haben, die ein neues Modell suchen, um Europa voranzubringen. Ein stimulierender Diskurs über die kritischen Themen und Ziele des Projekts in Form derartiger intensiver Verbreitungsaktivitäten hat diesbezüglich die Saat der Veränderung ausgebracht. Der Synthesebericht des Projekts ist jetzt online verfügbar: Teil I und Teil II.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Wohl, Wohlergehen, Wohlstand, Arbeit, WWWFOREUROPE, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Integration, soziale Eingliederung, sozioökologischer Übergang, sozioökologischer Wandel
Datensatznummer: 190646 / Zuletzt geändert am: 2016-11-30
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