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Zwischenkriegsimperialismus im Fokus

Eine Studie hat sich mit den zwischen den beiden Weltkriegen in Paris von Asiaten, Afrikanern und Lateinamerikanern geknüpften politischen Netzwerken befasst. Die Arbeit sorgte für ein besseres Verständnis der Entwicklung kultureller Identitäten und antiimperialistischer Nationalismen unter Ausländern und des kolonialen Lebens in Paris.
Zwischenkriegsimperialismus im Fokus
Das von der EU finanzierte Projekt AIP1918 (Anti-imperial metropolis: Political networks of Africans, Asians and Latin Americans in interwar Paris) führte in mehreren Ländern Archivforschung durch. Auf diese Weise konnte das Zwischenkriegs-Paris mit der Argumentation in Verbindung gebracht werden, wie die Entkolonialisierung nach dem Zweiten Weltkrieg (WWII) im Endeffekt eine Welt erschuf, die auf globaler Ebene von Nationalstaaten dominiert wird.

Somit wurde die Arbeit mit einer weitreichenden Studie verknüpft, welche die Geschichte des Nationalismus umfasst. Die gesellschaftliche Geschichte der Migration und die alltäglichen Erfahrungen der Migranten lösten die Forderung nach Staatsbürgerschaft aus. Äußerung dessen waren die unabhängigen Nationalstaaten nach dem Zweiten Weltkrieg.

Aufbauend auf früheren Arbeiten zu dem Thema konnte AIP1918 zu einer klaren und umfassenden Beweislage gelangen, was letztlich in Form eines Buches veröffentlicht wurde, das positive Rezensionen erhalten hat. Die Verbreitung der Resultate erfolgte außerdem über wissenschaftliche Artikel, journalistische Beiträge, Konferenzrunden, Blogeinträge sowie Video- und Podcast-Interviews.

Von Nutzen sind die Erkenntnisse von AIP1918 für jene, die Interesse an transnationale Geschichte und imperialer/ kolonialer Geschichte haben.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Antiimperialismus, politische Netzwerke, Paris, Nationalismus, AIP1918, Dekolonisierung, Nationalstaaten
Datensatznummer: 190688 / Zuletzt geändert am: 2016-12-08
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