Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP7

STESS Ergebnis in Kürze

Project ID: 303443
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Israel

Ein innovativer Ansatz zur Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der Energiedienstleistungssicherheit

Die Bürger und Regierungen sorgen sich aufgrund einer Reihe von Gründen zunehmend um die Energiesicherheit. Hierzu zählt unter anderem ein steigender Energiebedarf, der Abbau von Rohstoffen und verschiedene Einschränkungen, denen die Energiesysteme unterliegen. Im Rahmen einer EU-Initiative wurde unter Verwendung eines neuen Ansatzes erfolgreich die Energiedienstleistungssicherheit (energy services security, ESS) adressiert.
Ein innovativer Ansatz zur Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der Energiedienstleistungssicherheit
Herkömmliche Ansätze im Bereich der Energiesicherheit sind eng gefasst, da sie auf eine sichere Versorgung und auf den Stellenwert von Regierungen, Dienstleistern und Technologien fokussiert sind. Es sind Perspektiven erforderlich, die auf die Energievorteile ausgerichtet sind, welche sich der Gesellschaft bieten und die den Beitrag zur Deckung des ESS-Bedarfs berücksichtigen.

Vor diesem Hintergrund zielte das EU-finanzierte Projekt STESS (STESS: Socio-technical and multilevel perspectives on energy services security) darauf ab, den Umfang von Untersuchungen zur Energiedienstleistungssicherheit anhand der Prüfung, Analyse und Entwicklung von strategischen Reaktionen auf Bedrohungen zu erweitern.

Zum Erreichen der Ziele wurde im Zuge von STESS eine mehrstufige Analyse durchgeführt. Die Projektpartner untersuchten die institutionelle Struktur im Bereich der Energiesicherheit und Energiedienstleistungssicherheit im Vereinigten Königreich und in Israel. Die Energiesicherheit und Energiedienstleistungssicherheit wurde abgesehen von Dienstleistern, Regierungen oder Verbrauchern sowohl aus der Perspektive von Verbrauchern als auch von Akteuren betrachtet, die direkt und indirekt Teil des Energiesystems sind.

Die Analysenserie führte zur Einrichtung und Entwicklung einer nachfrageseitigen Sichtweise für die Untersuchung der Energiedienstleistungssicherheit, welche die Mängel traditioneller angebotsorientierter Ansätze und den Beitrag soziotechnischer und verbraucherorientierter Perspektiven hervorhebt. Die Erkenntnisse zeigen, dass sich die Top-down-Ansätze des Vereinigtes Königreichs und Israels bezüglich der Energiesicherheit wesentlich voneinander unterscheiden und verdeutlichen die Bedeutung verschiedener lokaler und nationaler Organisationen für die Wissensvermittlung und für Ausweitung emissionsarmer Maßnahmen. Weitere Ergebnisse untermauern den potenziellen nachfrageseitigen Beitrag zur Energiedienstleistungssicherheit und wie eine aktive Beteiligung an Prosumenten orientierten Energiemärkten von Faktoren wie soziodemographischen Variablen, Vertrauen, Haltungen gegenüber der Technologie und persönlichen Wertvorstellungen beeinflusst ist.

Die Forscher schlugen ein Marktkonzept vor, das zur Energiedienstleistungssicherheit, zur Abschwächung des Klimawandels und zu Energieeinsparungen sowie Energieeffizienz beiträgt. Das Konzept bezieht ebenfalls Verbraucher in das Energiesystem mit ein.

Das dezentrale Elektrizitätssystem des Projekts soll den Grundstein für ein emissionsarmes, robustes und sicheres System legen. Die Vision von STESS ist ein System, in dem Verbraucher nicht einfach nur Energie verbrauchen, sondern ebenfalls wertvolle Dienste für das Stromnetz erbringen.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Energiesicherheit, Energiedienstleistungssicherheit, Energiesystem, STESS
Datensatznummer: 190695 / Zuletzt geändert am: 2016-12-14