Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Neue Erkenntnisse zur Bildung von Galaxien und Sternen

Ein Verständnis von der Bildung und Entwicklung von Galaxien zu erlangen zählt seit vielen Jahren der Forschung zu den wichtigsten Fragen in der Astronomie. Ein EU-finanziertes Team zielte darauf ab, über die Untersuchung von Sternpopulationen in unterschiedlichen Galaxien und über die Gewinnung von Informationen zu deren Alter und zu den Elementen, die diese beinhalten, ein neues Licht auf das Thema zu werfen.
Neue Erkenntnisse zur Bildung von Galaxien und Sternen
Ein Großteil der derzeit im Bereich der Galaxienevolution durchgeführten Forschung basiert auf einer Untersuchung des Astronomieprojekts „Calar Alto Legacy Integral Field Area“ (CALIFA), bei der ein Muster von ca. 600 Galaxien im Universum abgebildet wird. Über eine Kombination aus Bildgebungs- und Spektroskopieverfahren sind die gewonnenen Daten dabei behilflich, wertvolle Informationen über die Galaxienstruktur sowie über die physikalischen Eigenschaften von Galaxien zu erhalten. Hierzu zählen bspw. Informationen zur Kinematik, zur Masse, zur chemischen Zusammensetzung und zum Alter. Die Datenanalyse basiert nicht darauf, dass entfernte Galaxien als Einzelentitäten oder Einzelsterne behandelt werden.

Fragen über das Alter älterer Sternpopulationen in jeder Galaxie und über deren Masseverhältnis sowie über den zeitlichen Verlauf der chemischen Anreicherung in jeder Galaxie sind stets ein Thema und bildeten den Hauptforschungsgengenstand des EU-finanzierten Projekts SFEHG (The star formation and enrichment histories of galaxies).

Das Team demonstrierte, dass über die im Rahmen von CALIFA verwendete Integralfeldspektroskopie wertvolle Informationen über Subpopulationen von Sternen in entfernten Galaxien gewonnen werden können. Anhand von Vergleichen wurde festgestellt, dass massereiche Galaxien im Gegensatz zu der Milchstraße in grundlegend anderer Weise wachsen. In unserer Galaxie liefern riesige Molekülwolken das Rohmaterial-Reservoir, aus dem Sterne entstehen. In massereichen Galaxien ist die Sternbildung allerdings nicht mit den Sternen verbunden, die vormals existierten; Sterne entstehen aus der Verschmelzung kleiner, unabhängiger Galaxien in eine massereiche Galaxie.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen und basierend auf den Daten zum Alter und zum chemischen Vorkommen in bestimmten massereichen Galaxien konnten die Wissenschaftler erfolgreich ermitteln, in welcher Zeitskala sich nach der Entstehung einer neuen Sternenpopulation Supernovaexplosionen ereignen.

Es wurden verschiedene Aktivitäten durchgeführt, um die Projektergebnisse zu vermitteln. Zusätzlich veröffentlichte das Team ein Bild auf dem Karten abgebildet sind zu bestimmten Eigenschaften von Galaxien, die über CALIFA gewonnen wurden.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Sternbildung, Galaxien, CALIFA, SFEHG, Integralfeldspektroskopie, massereiche Galaxien
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben