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FP7

IMPROVE Ergebnis in Kürze

Project ID: 290613
Gefördert unter: FP7-SSH
Land: Belgien

Neue Sichtweise auf Sozialpolitik zur Bekämpfung von Armut

Ein Überdenken der Sozialpolitik zur Verringerung von Armut und die Dokumentation der damit zusammenhängenden Praktiken in Europa hat zur Aufklärung der politischen Entscheidungsträger beigetragen und sie bei der Betrachtung neuer, innovativerer Strategien unterstützt, um dieses dringende Problem lösen zu können.
Neue Sichtweise auf Sozialpolitik zur Bekämpfung von Armut
Bei der Aufgabe der Linderung der Armut in Europa und der Stärkung der Sozialpolitik in dieser Hinsicht handelt es sich um eine der dringlichsten Prioritäten der EU. Vor diesem Hintergrund vereinte das von der EU finanzierte Projekt IMPROVE (Poverty Reduction in Europe: Social policy and innovation) zwölf führende Forschungsinstitute, um Armut, Sozialpolitik und soziale Innovation zu untersuchen. Im Rahmen des Projekts sollte die europäische Politikgestaltung durch bessere Forschung aufgewertet werden, die auf politische Entscheidungsträger abzielt und den Wissensaustausch auf diesem Gebiet verbessert.

Als Teil seiner vorbereitenden Forschung, auf der man aufbaute, stellte das Projektteam fest, dass es vor der Wirtschaftskrise bei der Bekämpfung der Armut in Europa nur wenige Fortschritte gab. Man fand jedoch heraus, dass in der jüngsten Zeit im Rahmen nationaler Sozialhilfeprogrammen neue sozialpolitische Maßnahmen und Initiativen zur Förderung der sozialen Innovation entstanden sind. Diese Entwicklungen haben nun zwei wichtige Fragen aufgeworfen: Wie kann der soziale Zusammenhalt in Europa realisiert werden? Und wie kann politische Strategien auf Makroebene durch soziale Innovation verstärkt werden?

Zur Beantwortung dieser Fragen bewertete IMPROVE die Auswirkungen von ökonomischer Krise und Sparmaßnahmen auf Armut und Ungleichheit. Man betrachtete, auf welche Weise institutionalisierte sozialpolitische Strategien auf Makroebene sich mit lokalen Initiativen zur sozialen Innovation überschneiden, wobei man neue Indikatoren im Zusammenhang mit der Armutsbekämpfung und dem Schutz des Mindestlohns unterstützte. Das Team erkundete zudem heiße Themen im Verbindung mit Armut wie etwa Steuervergünstigungen, Kindergeld, Kinderbetreuungsangebote, Migranten, Roma und Jugendliche.

Zu den wichtigsten Projektergebnissen zählten Budget-Quervergleiche für sechs Länder, eine Bestandsaufnahme von Programmen zum Schutz des Mindesteinkommens, neue politische Szenarien zum Erreichen der EU 2020-Ziele in Bezug auf soziale Eingliederung und Fallstudien zur sozialen Innovation.

Die Resultate des Projekts wurden in verschiedenen Büchern, Arbeitspapieren und Zeitschriftenartikeln veröffentlicht und fanden zudem auf Konferenzen und Veranstaltungen in ganz Europa Verbreitung. Politische Entscheidungsträger können von dieser fundierten Forschungsarbeit und den aufschlussreichen Schlussfolgerungen profitieren, um die Armut auf innovative Weise zu bekämpfen und im Endeffekt den Lebensstandard in Europa zu erhöhen.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Sozialpolitik, Armut, soziale Innovation, Mindestlohn, soziale Eingliederung, soziale Inklusion
Datensatznummer: 190769 / Zuletzt geändert am: 2016-12-20