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FP7

CSS AND VIRULENCE Ergebnis in Kürze

Project ID: 303813
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Spanien

Eisen und Phosphat im Zusammenhang mit Bakterienvirulenz

Pseudomonas aeruginosa (P. aeruginosa) ist opportunistisch, weil es Patienten attackiert, deren Immunsystem beeinträchtigt ist. Um dieses oft antibiotikaresistente Bakterium zu bekämpfen, befassten sich Forscher mit Faktoren, die Virulenz auslösen.
Eisen und Phosphat im Zusammenhang mit Bakterienvirulenz
Die Forscher des EU-geförderten Projekts CSS AND VIRULENCE (Knowing the enemy: unravelling a novel regulatory system involved in bacterial virulence) entdeckten vor kurzem ein neues Regulierungssystem der Zelloberflächen-Signalisierung (CSS). In Reaktion auf ein menschliches Wirtssignal setzt P. aeruginosa umgehend Virulenzfaktoren aus, die anschließend aktiviert werden.

Das PUMA3-System von P. aeruginosa besteht aus einem Sigma-Faktor der extrazytoplasmatischen Funktion (ECF), ein Sigma-Faktor-Regulator in der zytoplasmatischen Membran, und aus einem Rezeptor. Das Bakterium hat nicht weniger als 19 ECF-Sigma-Faktoren und diese werden durch Anti-Sigma-Faktoren kontrolliert, die an den Sigma-Faktor binden, um seine Wirkung zu verhindern.

Zwei Faktoren, die Virulenz im Wirt kontrollieren, wurden im Rahmen von CSS AND VIRULENCE untersucht: Eisen und Phosphat. Ein weiteres Umgebungssignal, Phosphatmangel, der ebenfalls während des Infektionsprozesses auftritt, ist notwendig für die Expression des PUMA3-CSS-Systems von P. aeruginosa.

Die Forscher von CSS AND VIRULENCE fanden heraus, dass die Aktivierung durch eine komplexe proteolytische Kaskade erfolgt, die die Anti-Sigma-Faktor-Komponente verarbeitet und den ECF-Sigma-Faktor befreit. Vor dieser Forschung wurde allgemein angenommen, dass die Aktivierung von ECF-Sigma-Faktoren durch CSS über Konformationsänderungen der CSS-Proteine ​​in Reaktion auf das CSS-Signal erfolgt.

Die Forscher beleuchteten den molekularen Mechanismus, der für die Transduktion des Signals von der Bakterienoberfläche in das Cytosol über CSS verantwortlich ist. Dies führte zur Verfeinerung des ursprünglichen CSS-Modells.

Das Wissen über die Erreger-Wirt-Interaktion kann für das rationale Design von Molekülen, die auf wichtige Signalpfade zielen, genutzt werden. CSS AND VIRULENCE hat potentielle Ziele identifiziert, um solche Interaktionen und somit bakterielle Virulenz zu hemmen. Die klinischen Implikationen sind signifikant, da dies die Art und Weise, wie bakterielle Infektionen und insbesondere Pseudomonas-Infektionen wirksam behandelt werden können, bestimmen wird.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Eisen, Phosphat, Virulenz, Pseudomonas aeruginosa, CSS AND VIRULENCE, Zelloberflächen-Signalisierung
Datensatznummer: 190770 / Zuletzt geändert am: 2016-12-20