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Neue Modelle für eine bessere Waldbewirtschaftung und Naturschutz

Ein Übergang zu einer grünen Wirtschaft hat das Interesse an der Entwicklung von Umweltkostenrechnungen geweckt, um den Status der Ökosysteme und der von ihnen gelieferten Leistungen zu untersuchen und zu verfolgen. Eine EU-Initiative hat die Ökosystemkostenrechnung für Farmen und Wälder eingeführt.
Neue Modelle für eine bessere Waldbewirtschaftung und Naturschutz
Das EU-finanzierte Projekt FORESTA (Forest conservation and ecosystem accounting. Towards the integration of private and public values into land use decisions modelling at farm scale. An application to Andalusia montes) beabsichtigte die Entwicklung einer wirtschaftlichen Analysemethode, die auf landwirtschaftliche Betriebe anwendbar ist, um die möglichen Wechselwirkungen zwischen Landnutzung, politischen und marktorientierten Anreizen zu bewerten und vorherzusagen. Dies wird dazu beitragen, den Erhalt der Waldressourcen zu fördern und gleichzeitig die Lieferung von Ökosystemdienstleistungen (ÖS) zu steigern.

Die Projektpartner entwickelten zwei komplementäre Modellierungsansätze zur Untersuchung der Waldbewirtschaftung und Landnutzungsentscheidungen und wie diese die Bereitstellung von mehreren ÖS an landwirtschaftliche Betriebe und Wälder beeinflussen. Beide Ansätze wurden auf Weideland und Wälder angewendet und vor allem auf die sieben wichtigsten Baumarten in der südspanischen Region Andalusien.

Das Umweltökonomische Wald-Management-Modell integriert räumlich-expliziten wirtschaftliche und biophysikalische Daten. Das FORESTA-Team nutzte dieses, um die langfristige Entwicklung der Wälder in etwa 560 silvopastoralen Betrieben zu simulieren. Es betrachtete ÖS, wie etwa die Bereitstellung von Materialien und Kohlenstoffbindung, in 19 verschiedenen Waldbewirtschaftungssysteme und ökonomischen Szenarien. Eines der wichtigsten Ergebnisse zeigt eine klare räumliche Variabilität der Vermögenswerte von ÖS und zeigt die möglichen Trade-Offs, die mit silvopastoralen marktbasierten Lieferdiensten, Kohlenstoffbindung und Wasser verbunden sind.

Im zweiten Modell erweiterten die Forscher ein bestehendes Modell, das den optimalen Weg für die Aufforstung und die natürliche Regeneration von Eichen analysiert und aus dem sich Investitionsentscheidungen ergeben. Das neue dynamische Landnutzungsoptimierungsmodell wurde mit dem ersten integriert, um optimale Investitionsentscheidungen in Aufforstung und Regeneration im Laufe der Zeit zu analysieren.

Durch die Kombination von ökologischen und ökonomischen Daten mit den Modellierungsframeworks war FORESTA in der Lage, das Management und die Landnutzungsentscheidungen und deren Auswirkungen auf die ÖS zu bewerten. Es wird die Entscheidungsfindung für Waldschutz und Raumplanung unterstützen.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Waldbewirtschaftung, Ökosystembilanz, FORESTA, Waldschutz, Ökosystemleistungen
Datensatznummer: 190792 / Zuletzt geändert am: 2016-12-22
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