Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP7

GnRH & Reproduction Ergebnis in Kürze

Project ID: 303785
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Israel

Fortpflanzung von Mäusen wird über chemische Signale gesteuert

Weibliche Pheromone stimulieren die Freisetzung des luteinisierenden Hormons (LH), was bei vielen Tierarten die Testosteronproduktion erhöht. Ein EU-finanziertes Projekt befasste sich nun genauer mit den Details dieses Reflexes.
Fortpflanzung von Mäusen wird über chemische Signale gesteuert
Die meisten Tiere besitzen ein spezielles Riechorgan, das so genannte Vomeronasalorgan. Es hat primär die Aufgabe, Pheromone wahrzunehmen, und ist Teil des vomeronasalen Systems, das über den akzessorischen olfaktorischen Bulbus (AOB) mit zentralen Strukturen im Gehirn verbunden ist - den GnRH-Neuronen (hypothalamische Gonadotropin-releasing Hormon), die das Fortpflanzungsverhalten steuern.

Das EU-finanzierte Projekt GNRH & REPRODUCTION (Role of GnRH neurons in reproductive behavior and physiology) untersuchte, wie chemosensorische Stimuli die neuronale Aktivität bei männlichen Mäusen beeinflussen. Insbesondere untersuchten sie die Reaktion auf drei weibliche Sekrete: Urin, Speichel und Vaginalflüssigkeit. Alle drei chemischen Reize vermitteln Informationen über den Zustand des Weibchens und dessen Fortpflanzungszyklus.

Um zu testen, wie die Reaktion durch Variationen bei Stimuli, Dilution, Ursprung und Wechselwirkungen beeinflusst wird, entwickelte man ein Experiment, in dem männlichen Mäusen verschiedene Stimuli weiblicher Mäuse präsentiert wurden. Wie sich zeigte, können Informationen zum Sozialverhalten über einen kombinatorischen Code von AOB-Neuronen dargestellt werden. Einblicke in die komplexen Effekte dieser chemosensorischen Stimuli und die potenzielle Auflösung unter verschiedenen Szenarien wurden in "Frontiers in Neuroscience" und "PLOS Computational Biology" veröffentlicht.

GNRH & REPRODUCTION untersuchte noch weitere Aspekte chemosensorischer Stimuli wie Säuregehalt im Urin, Burst-Aktivität bei AOB-Neuronen und die langsame zeitliche Dynamik akzessorischer olfaktorischer Reaktionen.

Das Projekt hat gezeigt, wie die Wirkung von GnRH-Neuronen durch chemosensorische Reize moduliert wird. Nachdem GNRH & REPRODUCTION diese Methoden auf das Fortpflanzungsverhalten anwandte, können nun auch neuronale Aktivitäten und chemische Signale in anderen Systemen untersucht und modelliert werden.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Reproduktion, Mäuse, Vomeronasalorgan, akzessorischer olfaktorischer Bulbus, HGRH, GNRH & REPRODUCTION
Datensatznummer: 190917 / Zuletzt geändert am: 2017-01-23
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben