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FP7

CLOCKS AND BURSTS Ergebnis in Kürze

Project ID: 626533
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Vereinigtes Königreich

Die genauesten Weltraumuhren

Das Wissen um Millisekundenpulsare hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert. Dies ist zu einem großen Teil auf den Erfolg einer groß angelegten Forschungsmaßnahme zurückzuführen, welche die bekannte Population dieser Himmelsobjekte um neue Mitglieder ergänzt hat.
Die genauesten Weltraumuhren
Millisekundenpulsare drehen sich mit einer solch erstaunlichen Regularität, dass sie zu den genauesten Uhren für das Universum gezählt werden. Die Verwendung dieser Zeitmesser im Weltraum kann Antworten auf seit langer Zeit offene Fragen über Sterne und die Raumzeit geben, die ansonsten nicht beantwortet werden könnten. Da die Pulse so zuverlässig sind, enthüllen selbst die geringsten Abweichungen, was sich im Inneren und in der Umgebung der Pulsare sowie in dem Raum zwischen Sternen abspielt.

Vor Kurzem widmeten sich Astronomen der ambitionierten Erforschung dieser Pulse, welche ihnen die Abtastung des interstellaren Mediums ermöglichen. Über das geförderte Projekt CLOCKS AND BURSTS (Searching for nature's best clocks and extragalactic millisecond transients with large interferometric arrays: From the GMRT to the SKA) wurden die zahlreichen Daten des Giant Metrewave Radio Telescope (GMRT) analysiert.

Das GMRT, das in Wellenlängen im Meterbereich betrieben wird, ist eine Anordnung von 30 steuerbaren Antennen mit einem Durchmesser von 45 m, die in Westindien in der Nähe von Pune über eine Region von 30 km verteilt ist. Gegenwärtig wird der Frequenzbereich im Zuge eines Upgrades auf eine nahtlose Abdeckung zwischen 130 und 1 500 MHz optimiert.

Durch das derzeit durchgeführte Upgrade wird das GMRT zu einem Teleskop, das weltweit mit die beste Sensitivität aufweist. Das derzeitige Blickfeld ermöglichte Astronomen die Erforschung mittlerer und hoher galaktischer Breiten, in denen die Sensitivität nicht durch den Himmelshintergrund beeinträchtigt wird sowie die Erkennung von Millisekundenpulsaren.

Darüber hinaus eignete sich die Sensitivität des GMRT in Kombination mit seinem flexiblen Software-Back-End als ideales Instrument zum Aufspüren extragalaktischer Radiobursts am südlichen Sternenhimmel. Das Team wandte auf künstlichen neuronalen Netzen basierende Verfahren an, um potenzielle Pulsare über die Interferenzsignale zu klassifizieren. Das Team von CLOCK AND BURSTS entwickelte zudem Bildgebungstechniken für eine präzise Lokalisierung der Pulsare und weiterer Millisekundenausbrüche. Die Entdeckungen von CLOCK AND BURSTS, die einen Millisekundenpulsar beinhalten, wurden in einem Paper detailliert zusammengestellt und unter arXiv hochgeladen.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Life Sciences

Schlüsselwörter

Millisekundenpulsare, interstellares Medium, CLOCKS AND BURSTS, Giant Metrewave Radio Telescope, künstliche neuronale Netze
Datensatznummer: 191049 / Zuletzt geändert am: 2017-02-09
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