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FP7

HIMWARC Ergebnis in Kürze

Project ID: 304239
Gefördert unter: FP7-PEOPLE
Land: Norwegen

Ursachen von Extremwetter in der Arktis

Forscher haben den Wissensstand über Wettermuster, die mit Polartiefs in der Arktis im Zusammenhang stehen, sowie unser Verständnis für bessere Extremwettervorhersagen verbessert.
Ursachen von Extremwetter in der Arktis
Das Wetter in der Arktis weist einige heftige Extreme wie beispielsweise Polartiefs und starke Winde in geringer Höhe auf. Diese Extreme wirken sich auf die sozioökonomische Struktur der umgebenden Regionen und des Gemeinwesens aus, da sie umfangreiche Schäden verursachen und sogar Todesopfer fordern.

Gegenwärtig ist das Wissen darüber, wie sich diese Wetterphänomene bilden und wie sie sich entwickeln, eher mangelhaft. Dadurch sind die Vorhersagemöglichkeiten eingeschränkt und ist es eine Herausforderung, sich in geeigneter Weise an diese Phänomene anzupassen und diese zu mildern.

Das von der EU finanzierte Projekt HIMWARC (High impact weather in the Arctic, fundamental understanding and future projections (HIMWARC)) arbeitete an der Erweiterung des des grundlegenden Wissensstands über das einflussreiche Wetter in der Arktis. Ziel waren umfassende Erkenntnisse, um unsere Vorhersage von Veränderungen in der Verteilung, Häufigkeit und Intensität schwerer arktischer Wetterereignisse zu verbessern.

Die Forscher fanden heraus, dass die meisten Entwicklungen von Polartiefs anhand des diabatischen Rossby-Vortex-Paradigmas beschrieben werden können. Sie entdeckten, dass das horizontale und vertikale Ausmaß des Systems im Vergleich zu den mittleren Breiten reduziert ist, was die Auswirkungen der Energieumwandlung über diabatische Prozesse drastisch verstärkt.

Die Forscher stellten außerdem fest, dass einige frühere Schlussfolgerungen über die Verbindung zwischen Polartiefs und großräumigen Wettermustern sowie Meereisgrenze nicht haltbar sind. Diese Verknüpfungen dienten hauptsächlich dazu, um gleichermaßen Informationen über Polartiefs im zukünftigen Klima abzuleiten. Somit gibt es eine größere Unsicherheit, wenn es in Zukunft weniger oder mehr und schwächere oder stärkere Polartiefs geben wird.

Insgesamt haben die Projektresultate dazu beigetragen, das Wissen der Wissenschaftler über die Dynamik und die damit in Beziehung stehenden Unsicherheiten bei einflussreichem Wetter in der Arktis zu mehren. Insbesondere hat HIMWARC unsere Erkenntnisse über Polartiefs erweitert und uns Einsichten in die Empfindlichkeiten der Entwicklung dieser Phänomene verschafft und Hilfestellung für Verbesserungen bei zukünftigen Prognosen geleistet.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Arktis, Polartiefs, Extremwetter, HIMWARC, diabatischer Rossby-Vortex
Datensatznummer: 191192 / Zuletzt geändert am: 2017-02-22
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