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Ein neuer Ansatz für die Verbesserung der Lebensqualität von Kindern mit Entwicklungsstörungen  

Allzu oft führen Probleme, die bereits in der frühen Kindheit beginnen, zu lebenslangen Ungleichheiten bei Gesundheit und Wohlbefinden. Eine EU-Finanzierung unterstützte die Erforschung von Entwicklungsstörungen in einer großen Metropolregion, in der sich einige der am stärksten benachteiligten Gebiete des Vereinigten Königreichs befinden. 
Ein neuer Ansatz für die Verbesserung der Lebensqualität von Kindern mit Entwicklungsstörungen  
Gesamtziel des Projekts KIDDS (Kinematic identification of developmental disorders) war es, Kinder mit Entwicklungsstörungen zu identifizieren und ihnen zu helfen, ihre Lebensqualität und ihre akademische Leistung zu verbessern. Die Forschung konzentrierte sich auf Entwicklungsstörungen wie die Entwicklungsdyspraxie und damit zusammenhängende Bewegungsschwierigkeiten und -fähigkeiten. Außerdem ging es um die Frage, welche Auswirkungen sie auf tägliche Aktivitäten und/oder die akademische Leistung haben.

Die Forschungsfortbildung konzentrierte sich auf den Erwerb neuer Kenntnisse/Fähigkeiten in Bezug auf kognitive und motorische Beurteilungsinstrumente sowie auf die Identifizierung von Lernschwierigkeiten/Beeinträchtigungen. Darüber hinaus ging es um existierende und die Gestaltung neuer Interventionsmethoden.

Die Projektarbeit umfasste Schul-Screenings mit verschiedenen Fragebögen für Lehrer von mehr als 500 Schülern im Alter von 4 bis 11 Jahren an 10 Schulen im Bezirk Bradford. Kinder, bei denen mögliche Koordinationsstörungen identifiziert wurden, wurden anhand von vier objektiven Maßen zu motorischen Fähigkeiten bewertet. Kinder mit Bewegungsstörungen erhielten die "ökologische Intervention", deren Schwerpunkt auf dem dynamischen Zusammenspiel von Kind, Umwelt und Aufgabe liegt.

Die Strategien für das Training von Bewegungsfähigkeiten umfassten verdeckte Aufgabenanalyse, Aufgabenanpassung und das Fachgerüst (persönliche Betreuung und Unterstützung und Gerätemodifikation). Insgesamt 37 Kinder (davon 7 gehörlose) erhielten intensive Interventionen. Die Bemühungen von KIDDS führten zur Umsetzung eines groß angelegten Arbeitsprogramms in der Stadt Bradford, die die Prüfung von 20.000 Kindern umfasst.

Weitere Meilensteine ​​waren die Durchführung von Einzelinterventionen in einer Sonderschule für gehörlose Kinder und eine systematische Überprüfung von motorischen Fähigkeiten bei Kindern mit Entwicklungsdyspraxie. Für das Training von fein- und grobmotorischen Fähigkeiten wurden vier Broschüren entwickelt (jeweils zwei für Lehrer und Eltern). KIDDS organisierte auch die 6. Biennial Developmental Coordination Disorder Konferenz im Vereinigten Königreich, die im Juli 2016 an der Universität von Leeds stattfand.

Das bemerkenswerteste Ergebnis des Projekts war die Etablierung zuverlässiger Techniken zur Identifizierung von Kindern mit motorischer Beeinträchtigung sowie die Umsetzung individueller Interventionspläne.

KIDDS machte wichtige Fortschritte bei der Förderung von Möglichkeiten, so früh wie möglich potenziell vorteilhafte Interventionen für Kinder durchzuführen. Diese Arbeit ist entscheidend für die Verringerung der Ungleichheiten im späteren Leben.  

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Lebensqualität, Kinder, Entwicklungsstörungen, KIDDS, akademische Leistung, individuelle Intervention  
Datensatznummer: 198939 / Zuletzt geändert am: 2017-06-19
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