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Die Formung der transnationalen Kommunikation durch die Sprachen von Migranten 

Anhand der Frage, wie russischsprachige Migranten in Estland und Finnland die politischen und zivilen Landschaften beeinflussen, skizzierte ein EU-finanziertes Projekt eine neuen Perspektive zu Migration und transnationaler Kommunikation. 
Die Formung der transnationalen Kommunikation durch die Sprachen von Migranten 
In einem Zeitalter, in dem die Migration zu einem heiklen Thema geworden ist und die sozialen und politischen Sphären der Gastländer beeinflusst, interessiert sich die Forschung zunehmend für die Frage, wie sich junge Migranten anpassen. In Estland und Finnland gibt es viele junge russische Migranten, die auch neuen Ideen und Kulturen mit ins Land bringen und so die Wirtsgemeinschaften der Gastgeber und die Länder prägen.

Das EU-finanzierte Projekt TRANSDOM (Transnational youth in civic action: Young Russian-speakers as agents of domestication in Finnish and Estonian civil societies) führte in den beiden Zielländern eine vergleichende Studie zur Dynamik für die Zivilgesellschaft, Migration und transnationale Kommunikation durch.

Mit Blick auf junge Russen in Estland und Finnland mit Russisch als Muttersprache führte TRANSDOM 52 Interviews in beiden Ländern durch. Darüber hinaus wurden Informationen aus dem Internet zur Interaktion in russischer Sprache in sozialen Medien und der Blogosphäre hinzugezogen. Aus dem vergleichenden Ansatz der Forschung ergab sich, dass sich die russischsprachigen Gemeinschaften in Estland und Finnland deutlich unterscheiden.

Die Ergebnisse wurden in einer Vorlesung über "Demokratisierung, Zivilgesellschaft und westlichen Einfluss in postkommunistischen Übergangsländern" diskutiert. Eine weitere eingehende Analyse der Ergebnisse führte zu zusätzlichen Erkenntnissen zu verschiedenen Themen wie Zivilgesellschaft und Demokratisierung in postkommunistischen Ländern.

Insgesamt machen die Ergebnisse des Projekts die Auswirkungen deutlich, die junge Menschen mit Migrationshintergrund im transnationalen Online-Raum auf ihre neuen Heimatländer haben können. Es befasste sich mit der Frage, wie sie ihre Perspektiven über soziale Aktivität und politische Kultur vermitteln.

Schließlich unterstützte TRANSDOM Forschungen zum Thema Transnationalismus und seine Auswirkungen auf die politische Kultur in Bezug auf Einstellungen, Verhaltensmuster und Organisationsformen. Dies führte zu einem neuen multilateralen Ansatz – basierend auf Hintergrund-Mapping, Interviews und Analyse von sozialen Netzwerken im Internet – zur weiteren Forschung im Bereich Transnationalismus und Demokratisierung.
 

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Schlüsselwörter

Migranten, transnationale Kommunikation, russischsprachig, TRANSDOM, Transnationalismus 
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