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Bildkompression: Mit der IQET-Software klappt es

Visuelle Bildverzerrung ist der begrenzende Faktor eines jeden digitalen Bildkompressionsverfahrens. Die Auswahl des Kompressionsalgorithmus auf der Grundlage der visuellen Beurteilung der Qualität des komprimierten Bildes durch den Benutzer ist nun mit dem IQET-Software-Tool möglich.
Bildkompression: Mit der IQET-Software klappt es
Die derzeitigen Verfahren der Datenübertragung erfordern die Bildkompression. Seit der Festlegung der Komprimierungsnorm der Joint Photographic Expert Group (JPEG) im Jahre 1992 wurde die Bildkompression eingehend untersucht. Um den Umfang der erforderlichen Informationen zu (komprimieren) verringern, können verschiedene spezielle mathematische Methoden (Algorithmen) benutzt werden, damit ein bestimmtes visuelles Ergebnis (Bild) reproduziert werden kann.

Es ist Sache des Benutzers, die Qualität des komprimierten Bildes zu beurteilen, was sich beispielsweise bei der medizinischen Bildgebung als sehr wichtig erweisen kann. Jeder Benutzer nimmt die Qualität eines komprimierten Bildes auf einzigartige Weise wahr. Dennoch lassen sich einige Gemeinsamkeiten feststellen, wenn die optische Wahrnehmung auf mehrere grundlegende perzeptive Attribute wie etwa die wahrgenommene Schärfe, Helligkeit und Kontrastschärfe hin analysiert wird. Diese Merkmale können wiederum durch physikalische Parameter bestimmt werden.

Die Software Image Quality Evaluation Tool (IQET) bietet einen gemeinsamen Rahmen für die visuell optimierenden Kompressionsalgorithmen und für die Bestimmung der Bildgüte. Über die graphische Schnittstelle kann der Benutzer einen Kompressionsalgorithmus auswählen, diesen bei Bedarf anpassen und sich das resultierende komprimierte Bild neben dem Originalbild anzeigen lassen. Überdies werden mit der so genannten Importance-Map die Bereiche markiert, in denen perzeptive Fehler stärker auffallen.

Die Software unterstützt das DICOM (Digital Imaging and Communications in Medicine) -Bildformat und bietet eine Reihe fortgeschrittener Merkmale wie z.B. mehrdimensionale Skalierung und perzeptive verlustfreie Komprimierung. Ferner können die als MATLAB Toolbox entwickelten Kundenfunktionen, wie etwa die JPEG200-Formatunterstützung, leicht hinzugefügt werden. Außerdem kann das Tool sowohl auf Personalcomputern als auch auf UNIX-Geräten angewandt werden.

Nützliche Links:
http://www.jbig.org/JPEG2000.htm
http://www.psychology.nottingham.ac.uk/staff/cr1/dicom.html

Verwandte Informationen

Datensatznummer: 80163 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: IT, Telekommunikation