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Spezielle E-Datenbank für Werkstoffe

Die Standardisierung ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Einsatz und die Weiterentwicklung jeder Technologie. Die Werkstoffkunde hat sich jedoch bisher nur langsam auf standardisierte Eigenschaften eingestellt und ihre Anwendungen eher mit einer Aura des Geheimnisvollen umgeben. Als Versuch zur Behebung dieses Problems hat das Institut für fortgeschrittene Werkstoffe (Institute for Advanced Materials, IAM) der Gemeinsamen Forschungsstelle nun eine spezielle Datenbank entwickelt, in der die mechanischen und physikalischen Eigenschaften von Konstruktionswerkstoffen gespeichert sind.
Spezielle E-Datenbank für Werkstoffe
Die Hersteller von Legierungen müssen die Eigenschaften ihrer Produkte mit denen anderer Produkte vergleichen, wenn sie Legierungen für kritische Anwendungen entwickeln. Das Legieren von Elementen, die Produktionsbedingungen und die Eignung einzelner Legierungen für bestimmte Anwendungen wird in den Ingenieurwissenschaften insgesamt als Werkstoffkunde bezeichnet.

Die vom Institut für fortgeschrittene Werkstoffe (Institute for Advanced Materials, IAM) der Gemeinsamen Forschungsstelle entwickelte Datenbank Alloys-DB orientiert sich an internationalen Standards und Empfehlungen für Werkstoffe. Sie enthält in einem definierten Format und in definierter Qualität Informationen zum Verhalten von Legierungen und Schweißverbindungen bei unterschiedlichen Temperaturen, zu Materialprüfungen auf dem Gebiet der Aufspaltung und der Schmelze von Werkstoffen, zu Tests an Thermobarriereschichten für Gasturbinen und zu standardisierten Testbedingungen. Die gesammelten Daten stammen aus europäischen Projekten, weltweiten Verbundprojekten sowie Tests, die in der Gemeinsamen Forschungsstelle und in Partnerlaboratorien durchgeführt wurden, und nicht zuletzt aus frei zugänglichen Fachpublikationen.

In ähnlicher Weise wurde eine Korrosionsdatenbank (Cor-DB) mit Daten zu Legierungen entwickelt, die hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Diese Daten stammen aus Messungen bei Korrosionserscheinungen wie Oxidation, Sulfidierung und Nitrierung.

Beide Datenbanken arbeiten auf PCs mit Microsoft Windows und sollen es ermöglichen, innerhalb von Konstruktionsprojekten die einzelnen Schritte der Beschaffung von Werkstoff-Konstruktionsdaten, der Datenvalidierung, der Qualitätssicherung sowie der Darstellung der auf Modellen und statistischen Daten basierenden Werkstoffparameter, die in Konstruktionsalgorithmen verwendet werden, künftig mit Computerunterstützung abzuwickeln.
Datensatznummer: 80369 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: IT, Telekommunikation
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