Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Koordination der Meeresforschung

Bei der Abwicklung von Forschungsprojekten werden Informationen und Daten gesammelt, die aus einer Vielzahl von Instrumenten und anderen Quellen stammen. Dabei erweist es sich immer wieder als äußerst schwierig, alle diese Ergebnisse zu einem geschlossenen Ganzen zu vereinen. Glücklicherweise hat eine Gruppe von Forschern eine relationale Datenbank namens SIGMA und ein geografisches Informationssystem (GIS) mit der Bezeichnung GISone entwickelt, mit denen Forschungsergebnisse aus Meeresumweltuntersuchungen zusammengefasst werden können. SIGMA und GIS könnten künftig durchaus einen erheblichen Beitrag zum effektiven Meeresumweltmanagement leisten.
Koordination der Meeresforschung
In der Meeresumweltforschung kommen zahlreiche Instrumente zur Anwendung. In diesem Fall führten die Forscher akustische Messungen durch und analysierten Bohrkerne aus dem Meeresboden. Außerdem beschafften sich die Wissenschaftler Navigationsdaten von den eingesetzten Schiffen, um so die Lage des analysierten Meeresbodens exakt zu lokalisieren. Ein GIS half bei der Konstruktion von Themakarten, die wiederum die Entwicklung verbesserter Systeme für den Entscheidungssupport und eine moderne Umweltvisualisierung ermöglichen.

Nachdem alle diese Forschungsergebnisse zur Verfügung standen, entwickelten die Wissenschaftler die relationale Datenbank SIGMA, die sie in Verbindung mit SIGMA GISOne einsetzten, um alle Informationen zu einer geschlossenen Einheit zusammenzufassen und auf diese Weise grafische und thematische Darstellungen der untersuchten Teile der Meeresumwelt zu erstellen. Im Verlauf der Entwicklung von Datenbank und GIS gingen die Forscher bei der Auswahl der Plattform und der verwendeten Software besonders sorgsam vor. Ziel der Entwicklung von SIGMA und GIS war es, ein Instrument zu schaffen, das ein schnelles und einfaches Speichern und Abrufen von Parametern gestattet. Eine weitere Hauptpriorität bestand in der Kompatibilität und im einfachen Transport der Datenbank.

Die SIGMA-Datenbank wurde speziell als Hilfsmittel zum Speichern aller nicht grafischen Informationen über die Databank-Managementsysteme Oracle und Microsoft Access entwickelt. Zu dieser Art von Informationen gehören Doktorarbeiten, archivierte Daten, gemessene Daten (aus Messkampagnen auf See, Bohrkernanalysen usw.) sowie SIGMA-Datenbankinformationen wie Tabellen, Abfragen und Berichte.

SIGMA GISOne wurde von den Forschern als Verfahren zum Analysieren und Konsolidieren von geotechnischen, geophysikalischen, akustischen, sedimentologischen und geologischen Informationen entwickelt, mit denen die Eigenschaften des Meeresbodens erforscht werden können. Dieses GIS funktioniert auf dreierlei Weise als Hilfsmittel zur Wiedergabe von grafischen Darstellungen erfasster Daten: Die Punkt-Funktion dient zum Abtasten von Punkten oder Stationen im Raum, während die Linearfunktion in der zweidimensionalen Ebene angewendet wird und die Flächen- oder Polygonfunktion auf Daten aus einem geografischen Bereich angewendet werden kann.

Sowohl die SIGMA-Datenbank als auch SIGMA GISOne erzeugen in Kombination eine schlüssige und synthetische Darstellung der Forschungsergebnisse. In Zukunft könnten die Forscher dieselben Infrastrukturen auch dafür verwenden, ihre eigenen bei Meeresumweltuntersuchungen gewonnenen Forschungsergebnisse zu organisieren. Langfristig gesehen, bietet das Verfahren erhebliche Vorteile bei der Entwicklung eines effektiven Meeresumweltmanagements.

Verwandte Informationen

Datensatznummer: 80405 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: IT, Telekommunikation
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben