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Altes Spielzeug, neues Spiel

Interaktive Spiele haben die Welt im Sturm erobert. Doch die meisten dieser 3D-Spielplattformen sind durch Tempo und reißerische Grafiken gekennzeichnet; nur wenige haben einen erzieherischen und konstruktiven Wert für kleinere Kinder.
Altes Spielzeug, neues Spiel
Kinder sind auf konstruktive Wechselbeziehungen mit ihrer Umwelt angewiesen, um spielerisch zu lernen. Sie brauchen Unterhaltung und Vielfalt, denn sonst reagieren sie schnell gelangweilt und unruhig. Eine neu entwickelte Spieleplattform namens ToyBooster (Markenzeichen) bildet eine für mehrere Mitspieler geeignete Online-Plattform, die sowohl die begrifflichen Grenzen als auch das interaktive Spiel des Kindes fordert und sich dabei genau der Spielzeuge bedient, die das Kind in seiner Spielzeugkiste zu Hause hat - so erhalten alte Lieblinge neues Leben und eine neue Dimension.

Die Idee ist, wie so oft bei guten Ideen, recht einfach und lautet: Erziehung plus interaktiver 3D-Spaß. Der Entwickler Gollian Interactive ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat diese einfache Philosophie dadurch erweitert, dass den Mitspielern die Möglichkeit geboten wird, den Umfang und die Möglichkeiten innerhalb einer selbst geschaffenen dreidimensionalen Welt beliebig auszudehnen. Zum Lieferumfang von ToyBooster gehört das Hilfsprogramm "ToyBooster World Editor", ein leicht bedienbares Menü, mit dem der Spieler Hindernisse, Herausforderungen, Ziele und sogar Belohnungen innerhalb beliebiger Zusammenhänge oder Bereiche selbst definieren und erzeugen kann. Unter erzieherischen Aspekten ergeben sich auf diese Weise grenzenlose Möglichkeiten, Kindern spielerisch eine Vielzahl von begrifflichen Zusammenhängen zwischen realen Objekten und Ideen zu vermitteln. Durch die weit reichenden Interaktions- und Gestaltungsmöglichkeiten ließen sich erzieherische Hintergründe konstruieren, die theoretisch für alle Phasen des Lernens geeignet sind

Die Technologie besteht aus einer Client-Server-Architektur, was den Vorteil hat, dass das interaktive Spielen nur durch die Zahl der angemeldeten Spieler und deren kollektive Kreativität begrenzt ist.

Das Design dieser Technologie befindet sich noch in der Vor- bzw. Entwicklungsphase, doch ihre potenzielle Marktdurchdringung ist angesichts der wachsenden Zahl der interaktiv spielenden Kinder gewaltig. Gegenwärtig sind die Entwickler auf der Suche nach Möglichkeiten zur Kooperation mit Industriebetrieben aus der Grafik-, Spiele- und Softwareentwicklung, die interessiert sind, sich an diesem Potenzial zu beteiligen.

Verwandte Informationen

Berichtzusammenfassung

Datensatznummer: 80456 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: IT, Telekommunikation