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Bessere Prognosen bei Brustkrebs

Brustkrebs gehört zu den am häufigsten auftretenden und am meisten gefürchteten Krebsarten bei Frauen. In Europa wird jedes Jahr bei durchschnittlich 160.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Ob die Prognosen günstig sind und eine vollständige Heilung gelingt, hängt angesichts der Aggressivität dieser Krebsart ganz wesentlich von der Früherkennung und einer geeigneten und rechtzeitigen Behandlung des Tumors im Frühstadium der Krankheit ab. In diesem Zusammenhang identifizierte eine Gruppe von Forschern an der University of Wales jetzt einen Antikörper, der eine neuartige Untersuchungsmethode möglich macht und die Erkennung von Brustkrebs vereinfacht.
Bessere Prognosen bei Brustkrebs
Es gibt verschiedene Brusttumortypen, die sich nach Zusammensetzung und Aggressivitätsgrad unterscheiden, und anhand dieser Unterschiede lässt sich das voraussichtliche Voranschreiten der Krebserkrankung prognostizieren. Das zwingt die Ärzte, schon in den frühen Behandlungsphasen wichtige und möglicherweise lebensrettende Entscheidungen darüber zu treffen, wie die Krankheit bekämpft werden soll. Ein wichtiger Hinweis darauf, wie sich die Tumore wahrscheinlich verhalten, ist ein verstärktes Auftreten von Metallproteinen.

Metallproteine, die ein Drittel aller vorkommenden Proteine ausmachen, sind chemische Verbindungen von Proteinatomen wie z.B. Sauerstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Schwefel und Wasserstoff mit Metallionen wie etwa Kalzium, Eisen, Zink und Kupfer. Einige Tumorzellen weisen erhöhte Konzentrationen von Metallproteinen auf, und man hat herausgefunden, dass dies auf ein Tumorwachstum schließen lässt und folglich zu einer ungünstigen Prognose für die Patientin führt.

Diese Forschergruppe der University of Wales hat nun den monoklonalen Antikörper E9 als geeigneten Indikator identifiziert, mit dem sich Metallproteine in routinemäßig vorbereitetem und verarbeitetem Biopsiegewebe wirkungsvoll nachweisen lassen. Dieser Nachweis von Metallproteinen gestattet die Beurteilung der Aggressivität und des Wachstums eines Tumors, so dass dieses neuartige Verfahren die perfekte Grundlage für einen Diagnosetest zur Brustkrebsprognose bilden kann. Der monoklonale Antikörper E9 wurde bereits in zahlreichen Studien zu diesem Zweck genutzt.

Letztlich könnte diese Innovation Hunderttausenden von Frauen neue Hoffnung für Ihren Kampf gegen diese Krankheit bringen.
Datensatznummer: 80498 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: Biologie, Medizin