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Sauerstoffschock für die Zündung

Der Automobilindustrie wird seit einigen Jahren von der Öffentlichkeit immer stärkeres Augenmerk gewidmet, hat sie doch Umwelt-, Industrie- und Verbraucherstandards gleichermaßen zu erfüllen. Bei den Bemühungen um eine effizientere Erfüllung aller dieser Forderungen sind Innovationen gefragt, die eine Einhaltung dieser Standards gewährleisten und Steigerungen der Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen. Ein automobiler Innovator aus Deutschland hat beide Ziele - Kraftstoffersparnis und Einhaltung der Umweltstandards - mit seinem neuen Verbrennungssystem erreicht.
Sauerstoffschock für die Zündung
Trotz der inzwischen in Kraft getretenen strengen Umweltstandards setzen viele Motoren in der Warmlaufphase noch immer erhebliche Schadstoffmengen frei - obwohl sie im Normalbetrieb die gesetzlichen Auflagen erfüllen. Dies ist ausschließlich darauf zurückzuführen, dass die meisten Motoren nach dem Anlassen noch kalt sind und das Verbrennungsverhältnis somit niedrig ist. Selbst durch Zuführung von Katalysatoren zur Erhöhung des Verbrennungsverhältnisses ist die unzureichende Zündleistung von kalten Motoren nicht zu beheben.

Durch Einspritzen von reinem Sauerstoff ist diesem deutschen Industriekonzern ein bedeutender Beitrag zum Gesamtfortschritt in der Automobilindustrie gelungen. Das Verfahren der Einspritzung von reinem Sauerstoff bewirkt ein um 30% höheres Leistungsverhältnis und ein um 50% höheres Drehmoment. Da außer Sauerstoff keine weiteren Katalysatoren hinzugefügt werden, kommen auspuffseitig auch keine zusätzlichen Verunreinigungen an. Das Verfahren verbessert also nicht nur die Motorleistung, sondern gewährleistet auch die ordnungsgemäße Einhaltung der Normen für die Abgasemissionen.

Die Technologie befindet sich zwar erst in der Vorentwicklungsphase, steht aber für Demonstrationszwecke zur Verfügung. Gegenwärtig wird eine Patentrecherche durchgeführt.

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Datensatznummer: 80505 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: Industrielle Technologien