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Trinkwasserherstellung mit einer Prise Salz

Es gibt die unterschiedlichsten Verfahren zur Wassersterilisation, von Aquiferen und Filtrationsanlagen über Chemikalien und bis zur Bestrahlung mit ultraviolettem Licht. Einige Geräte sind komplex und teuer, so z.B. Leitungswasser-Reinigungsgeräte, die mit großen Filtereinsätzen bestückt sind. Andere bestehen aus einfachen Tabletten und Chemikalien - zumeist auf Chlorbasis - zur Unterstützung der Entkeimung. Nur bei ganz wenigen dagegen genügt zum Betrieb etwas Energie aus Batterien und eine Prise Salz.
Trinkwasserherstellung mit einer Prise Salz
Ein solches Wasserreinigungssystem, billig und leicht zu bedienen, wurde jetzt entwickelt. Das Gerät wird mit gewöhnlichen Batterien betrieben, lässt sich aber auch ohne weiteres in Verbindung mit Solar- bzw. Fotovoltaikanlagen oder kleinen, tragbaren Generatoren einsetzen und braucht darüber hinaus nur etwas Tafelsalz - weitere chemische Zusätze werden nicht benötigt. Es kann je nach Bedarf für die Produktion von Trinkwassermengen zwischen einem Liter und mehreren tausend Litern pro Stunde dimensioniert werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass derartige Geräte klein, tragbar und somit leicht zu transportieren sind - damit eignen sie sich ausgezeichnet als Reservesysteme für den Einsatz beispielsweise in Notstandsgebieten, in denen das Wasser kontaminiert oder knapp ist. Die Trinkwasserversorgung ist eine heikle Aufgabe in Dürre- oder Katastrophengebieten, und das Herbeischaffen von Wasseraufbereitungsanlagen macht, wie Statistiken beweisen, immer wieder große Schwierigkeiten, da gerade in solchen Gebieten die Energieversorgung entweder zusammengebrochen oder gar nicht vorhanden ist - Bedingungen, unter denen die Vorteile dieses elektrolytischen Chlorierers voll zum Tragen kommen. Ein weiteres, nicht zu vernachlässigendes Plus ist, dass die bei der Wasseraufbereitung entstehende Hypochloritlösung zum Desinfizieren von Wunden und Verbrennungen und sogar zum normalen Waschen verwendet werden kann.

Bis jetzt haben die Entwickler sechs dieser mobilen elektrolytischen Chlorierer (On Site Electrolytic Chlorinators, OSECs) in den beiden Größenkategorien "klein" und "mittelgroß" gebaut. Gegenwärtig sind sie auf der Suche nach Interessenten für ihr geheimes Know-how, die sich an der Verwertung der Ergebnisse beteiligen möchten.
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